Den Grund für Ihren Jobwechsel müssen Sie zwar nicht angeben. Sie sollten es aber in knappen Worten tun. Denn so erklären Sie zugleich, was Ihnen in der neuen Position wichtig wäre.
Offenheit ist sinnvoll. Machen Sie die Gründe für den Wechsel zum Geheimnis schüren Sie Misstrauen. Hat der Bewerber vielleicht Schwierigketien in seiner derzeitigen Position? Plausible Gründe für einen Jobwechsel gibt es reichlich: Sie wollen neue Erfahrungen oder haben einen Abschnitt in Ihrer Laufbahn erreicht, der nach Veränderung verlangt. Oder ein Wechsel passt zeitlich zu Ihrer Karriereplanung passt, in Ihrer jetzigen Stellung haben Sie bereits alle Möglichkeiten, die das Unternehmen bietet, ausgereizt. Daneben gibt es gute Gründe jenseits der Karrieplanung: Ihr Arbeitsplatz ist von Rationalisierung bedroht, das Unternehmen oder die Branche ist in einer Krise, die Firma wechselt ihren Sitz. Ein Wechsel lässt sich auch persönlich begründen: Ihr Partner/Ihre Partnerin wechselt beruflich in eine andere Stadt, es zieht Sie in Ihre Heimat zurück o. ä.
Vermeiden sollten Sie Gründe, die doppeldeutig sind: Sie möchten mehr verdienen - warum zahlt man Ihnen nicht mehr? Sie haben keine Aufstiegschancen - sind Sie unfähig? Sie können Ihre Ideen nicht verwirklichen - sind Sie ein Phantast oder haben Sie kein Durchsetzungsvermögen? Sie fühlen sich nicht unabhängig genug - was haben Sie gegen Kontrolle? Schlechter Führungsstil oder mangelndes Organisationsvermögen Ihres Arbeitgebers - sind Sie Querulant?
Diese Gründe sollten Sie auf jeden Fall anders formulieren: Sie wollen etwas ausprobieren, etwas «Marktforschung betreiben» - sind Sie unstet, unzuverlässig? Sie haben nicht genügend Sicherheit - möchten Sie eine Pensionszusage, reichen Ihnen gesetzliche Kündigungsfristen nicht aus?