Mit der Aufforderung zu einem handschriftlichen Lebenslauf, Anschreiben oder einer Schriftprobe ist die Erstellung eines graphologischen Gutachtens verbunden. Seiner Analyse stimmen Sie zu, wenn Sie die gewünschten Unterlagen einreichen.
Auch wenn solche Gutachten umstritten sind, setzen etwa 15-20% der Firmen die Schriftdeutung als Hilfsmittel für die Bewerberauswahl ein. Meist sind es mittelständische Unternehmen.Im europäischen Ausland, z.B. in Frankreich, Italien und der Schweiz, ist die Schriftanalyse weitaus üblicher. Ziel ist es, aus der individuellen Handschrift die Persönlichkeit des Schreibers zu erkennen, da keine Handschrift wie die andere ist. Das Gutachten enthält Aussagen über vermeintliche Charaktereigenschaften (geistige Fähigkeiten, Arbeitsweise, Kontaktfähigkeit, Konfliktverhalten) und über die allgemeine seelische Verfassung des Schreibers. Der Aussagewert und Methode ist höchst umstritten, Fehlerquellen gibt es reichlich.
WEr viel am Computer sitzt, trainiert kaum noch, eine Seite Text handschriftlich fehlerfrei, übersichtlich und ansprechend gegliedert herunterzuschreiben. Schreiben Sie sich erst einmal ein, um sich an die Umstellung zu gewöhnen. Versuchen Sie auf keinen Fall, Ihre Handschrift zu verstellen oder einen Ghostwriter zu beauftragen. Betrug fällt auf, denn Sie müssen damit rechnen, dass Sie im Vorstellungsgespräch aufgefordert werden, etwas zu schreiben. Spätestens im beruflichen Alltag aber werden Differenzen zu Ihrer eingereichten Handschriftprobe auffallen.
Schreiben Sie sich mit einem (nicht schmierenden!) Kugelschreiber oder, noch besser, mit einem Füller ein, konzipieren Sie ein ansprechendes Layout und schreiben Sie Ihre Texte vor, um Fehler zu korrigieren und in der Reinschrift nicht durchzustreichen oder zu überschreiben.