Wichtigster Grundsatz: Ihr Lebenslauf darf keine Lücken aufweisen. Längere Ausfallzeiten unbedingt begründen - etwa durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfallfolgen.
Für Schwächen in Ihrem Lebenslauf gelten die gleichen Regeln wie für das Anschreiben (s. a. Sprachstil). Wenn nicht ausdrücklich anders gefordert, wird der Lebenslauf in tabellarischer Form nach folgendem Standardschema abgefasst:1) Persönliche Daten:
Name; Anschrift, Ruf- und ggf. Faxnummer; Geburtsdatum; Geburtsort; Staatsangehörigkeit; Familienstand (verheiratet oder ledig; nicht: geschieden); Religion (kann auch wegfallen)
2) Schulbildung:
Grundschule (mit Ort); Weiterführende Schule (Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule) (mit Ort); Datum Schulabschluss/Allgemeine Hochschulreife mit Abschlussnote
3) Wehrdienst/Zivildienst/soziales Jahr
4) Studium:
Name und Ort der Universität(en) Schwerpunkte und Diplomarbeitsthema (gegebenenfalls mit Namen bekannter Dozenten/Professoren); Geleistete Praktika/Praxisphasen während des Studiums; Ggf. (wiss.) Hilfskraft-oder Mitarbeiterstellen, wenn sie zum Studienschwerpunkt gehören; Datum Hochschulabschluss, Titel und Gesamtnote (bei Studienabbruch: Vordiplom, Zwischenprüfung u.ä., ggf. mit Benotung); Postgraduierte Studien, Austauschstudien, Teilnahme an Konferenzen; Publikationen u. ä. (ggf. Verzeichnis der Beiträge und Vorträge)
5) Tätigkeiten neben dem Studium:
Hilfskraft- und/oder Mitarbeiterstellen (sofern nicht unter Studium erwähnt); Nebentätigkeiten (relevante, längere Ferienjobs, Volkshochschul- oder sonstige Kurse/Lehrtätigkeiten, Praktika und Fortbildungen außerhalb des Studiums/Studienschwerpunkts u. ä.); Autodidaktische Studien (z. B. EDV-Programme, redaktionelle und Lektoratstätigkeiten, Lernprogramme, Weiterbildungskurse); Kulturelle/Soziale Aktivitäten (Organisieren von Konzertveranstaltungen oder Ausstellungen, dramaturgische Tätigkeiten, Mitarbeit im Gemeinderat, ehrenamtliche Tätigkeiten in Pfarrgemeinde u. ä. - äußerste Vorsicht bei politischen Tätigkeiten!)
6) Berufspraxis:
a) Beruflicher Werdegang mit Abschlüssen (Firma, Abteilung, Aufgaben, Schwerpunkte, Projekte, Mitgliedschaften in Gremien, berufliche Weiterbildung)
b) Nebenberufliche Tätigkeiten (s. Tätigkeiten neben dem Studium; gegliedert in «Weitergeführte Nebentätigkeiten» und «Andere Nebentätigkeiten»)
7) Berufsnahe/sonstige Kenntnisse:
Studien und Sprachaufenthalte (ab 4 Wochen); Gesellschaftliche Funktionen (z. B. im Gemeinderat, in Verbänden u. ä. - auch hier: Vorsicht bei politischen Funktionen); Sprachkenntnisse; Besondere Fähigkeitsausweise (Vorträge auf Kongressen oder Workshops, EDV-Kenntnisse, Maschinenschreiben mit Angabe der Anschläge/min; angeeignete kaufmännische Fähigkeiten, soweit sie sich nicht aus der Berufspraxis ergeben bzw. über sie hinausgehen etc.); Besondere Interessen und Neigungen.
Alle für die Position bedeutsamen Kenntnisse, Erfahrungen und ausgeübten Tätigkeiten sollten Sie neben der Listung stichwortartig beschreiben. Achten Sie auf Vollständigkeit: Außerbetriebliche und Nebenberufliche Aktivitäten lassen Eigeninitiative erkennen und unterstützen Ihre Bewerbung. Aber: Vermeiden Sie den Eindruck, sich zu verzetteln oder nicht festlegen zu können! Ist Ihr Lebenslauf sehr umfangreich, stellen Sie den Angaben zur Person eine Seite »Profil« (tabellarischer Kurzlebenslauf) voran, um eine thematische Gliederung vorzunehmen.
Und: Vergessen Sie am Schluß nicht Ihre eigenhändige Unterschrift mit Ort und Datum.