Mit der Absendung Ihrer Unterlagen haben Sie den ersten Schritt getan. Jetzt heißt es Warten. Sie sollten aber auch diese Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Sichten Sie weiter den Stellenmarkt und bewerben Sie sich auf interessante Angebote.
Aber: Vergessen Sie nicht Ihre Bewerbungen, die jetzt auf den Tischen der Personaler liegen. Wenn Sie nach 3-4 Wochen noch keine Antwort auf Ihre Bewerbung haben, sollten Sie nachfassen. Bekunden Sie noch einmal Ihr Interesse an der Position. Erkundigen Sie sich bei dem Unternehmen nach dem Stand des Bewerbungsverfahrens.Unterschätzen Sie nicht den Faktor Intuition, der trotz aller ausgefeilter Ausleseverfahren in den Unternehmen noch immer eine große Rolle spielt. Gehörte Ihre Bewerbung zu denen, die sofort ausgesiebt wurden, erhalten Sie die Unterlagen meist sehr schnell mit einer Standardabsage zurück. Wurden Sie in die engere Wahl genommen, bekommen Sie meist ein persönlich gehaltenes Schreiben mit dem Ratschlag, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eine Bewerbung abzuschicken. Oder man bietet Ihnen eine andere Position im Betrieb an. Gratuliert man Ihnen zu einer persönlichen Einladung, so gehören Sie zu den 4-8 Glücklichen, die in das engere Auswahlverfahren einbezogen wurden.
Auch nach einem Vorstellungsgespräch können Sie mit einem Nachfassbrief noch einmal zum Ausdruck bringen, was Sie motiviert und was Sie für diesen Arbeitsplatz qualifiziert. Allerdings sollten Sie sich ausschließlich auf das Vorstellungsgespräch beziehen und nicht etwa Sachen wiederholen, die Sie bereits in Ihrem Bewerbungsschreiben erzählt haben. Auch Einwände, die im Verlauf des Gesprächs vielleicht aufgetreten sind, können Sie durch einen gut formulierten Nachfassbrief entkräften. Dadurch bringen Sie gegebenenfalls Ihre Bewerbung noch einmal einen großen Schritt nach vorne bringen.
Ihr Nachfassbrief sollte nicht länger als eine Seite sein - es soll der Eindruck vermieden werden, Sie wollten das Gespräch zurücknehmen oder hätten hier grundsätzlich nicht alles gesagt oder etwas verschwiegen. Und: Beziehen Sie sich in jedem Fall positiv auf das Gespräch und vermeiden Sie den Eindruck, Sie wollten Druck machen oder um eine positive Entscheidung betteln.
Auch nach einer Ablehnung, lohnt es sich unbedingt, noch einmal nachzuhaken, gerade wenn Sie in die enge Auswahl gekommen sind: Woran hat es gelegen? Zwar wimmeln Personaler manchmal ab, doch in vernünftigen Personalabteilungen stehen die Verantwortlichen durchaus Rede und Antwort. Deshalb raten fast alle Personalberater: Nackhaken lohnt sich. Ergreifen Sie die Chancem, aus einer Ablehnung zu lernen.