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Typologie körpersprachlicher Signale

Die folgende Liste sollte, wie alle Listen, nicht zu ernst genommen werden. Uns scheint aber nicht unwichtig, dass Sie wissen, wie Ihr Verhalten möglicherweise interpretiert werden kann. Sie gliedert sich in folgende Bereiche:

Blickverhalten:

Augen betont weit offen
Aufmerksamkeit, Aufnahmebereitschaft, Sympathie, Weltoffenheit, Flirtverhalten

Augen betont weit offen
Aufmerksamkeit, Aufnahmebereitschaft, Sympathie, Weltoffenheit, Flirtverhalten

Augen wenig offen
Konzentration, -Entschlossenheit, Eigensinn, Kleinlichkeit, überkritische Haltung

Zugekniffene Augen
Abwehr, Unlust

Gerader Blick
Offenheit, Gewissensreinheit, Vertrauen

Schräger Blick
Abschätzende Zurückhaltung, Misstrauen

Häufiger Blickkontakt
Sympathie

Häufiges Wegsehen
Mangelde Sympathie, Verlegenheit

Auffällig häufiger Lidschlag
Unsicherheit, Befangenheit, unter Umständen nervöse Störung

Mimik

Offenes Lächeln
Sympathie, offene Kontaktaufnahme, ehrliche Heiterkeit, uneingeschränkte Mitfreude

Gequältes Lächeln
Ironie, Schadenfreude, Blasiertheit, Ängstlichkeit

Überwiegend geöffneter Mund
Mangel an Selbstkontrolle

Zusammengepresster Mund
Zurückhaltung, Reserviertheit, Verkniffenheit, Kontaktarmut

Mundwinkel nach unten
Bitterkeit, Pessimismus, depressive Gefühlslage, Misstrauen

Mundwinkel nach oben
Aktivität; je nach Zusammenhang auch: Abwehr

Heben der Augenbrauen
Ungläubigkeit, Misstrauen, Arroganz

Gesten

Übertrieben kräftiger Händedruck («Knochenbrecher»)
Rücksichtslosigkeit, Protzverhalten, Angeberei

Fester Händedruck ohne zu übertreiben
Aufrichtigkeit, Sicherheit, Selbstbewusstsein

Schlaffer Händedruck («Hasenpfote»)
Unsicherheit, Kontaktschwäche, schwaches Selbstbewusstsein

Wegziehen der Hand
Verschlossenheit, Kontaktschwäche

Verschränkte Arme
– bei Frauen: Selbstschutz, Angst
– bei Männern: Ablehnung, Verschlossenheit

Hand vor den Mund halten
- während des Sprechens: Unsicherheit, mangelndes Selbstbewusstsein
– nach dem Sprechen: Das Gesagte zurücknehmen wollend

Festhalten der Armlehnen mit beiden Händen
Unsicherheit, die in Aggressivität umschlägt; Neigung zur Weitschweifigkeit

Den Kopf auf die Hände stützen
Nachdenklichkeit, Erschöpfung; aber auch: Langeweile

Die Hände zum Giebeldach zusammenlegen
Arroganz, Abwehr gegen Einwände, einen Angriff vorbereiten

Hände reiben
Selbstzufriedenheit, Selbstgefälligkeit, Selbstgerechtigkeit

spielende Hände
Zeichen von Erregung, Nervosität, Befangenheit, Angwst, Verwirrung

Zeigen mit dem Finger auf den Gesprächspartner
Angriff, Wut; aber auch: impulsive Bestätigung

Ballen einer Faust
Wut, verhaltener Zorn, Angriff vorbereiten

Anfassen der Nase
Kritische Haltung, Nachdenklichkeit, Verlegenheit

Zupfen an den Ohren, über den Hinterkopf streichen
Verlegenheit, Unbehagen, Ärger

Streichen des Kinns
Nachdenklichkeit, Zufriedenheit

Finger zum Mund nehmen
Verlegenheit, Unsicherheit, Unschlüssigkeit

Trommeln mit den Fingern
Nervosität, Ungeduld, Ärger

Häufiges Spielen mit dem Ring
Eheprobleme, frustriert vom häuslichen Leben (!!!)

Häufiges Abnehmen der Brille
Ablehnung, Angriff, Nervosität


Körperhaltung

Achselzucken, die Handflächen nach außen
Hilflosigkeit

Übereinanderschlagen der Beine
– zum Gesprächspartner hin: Aufbau eines Sympathiefeldes
– vom Gesprächspartner weg: Ablehnung, Unwillen, zum Angriff übergehen
– das Knie in die Hand stützen: Kritisch, skeptisch, auch: Arroganz

Dicht aneinander gestellte Füße beim Sitzen
schuldhafte Ängstlichkeit, Einzelgänger, überkorrekte Grundeinstellung

Breit auseinanderklaffende Beine beim Sitzen
sorglose Unbekümmertheit, Rücksichtslosigkeit

Alarmbereite Sitzweise («Mücken im Hintern», auf dem Sprung sein)
Mangel an Selbsvertrauen und Selbstsicherheit, auch: Misstrauen, innere Unruhe, Angst

Füße um die Stuhlbeine legen
Unsicherheit, Suche nach Halt

Füße nach hinten nehmen
Ablehnung

Wippen mit den Füßen
Arroganz, Ungeduld, Unsicherheit, Aggressivität

Steife, militärische und geziert aufrechte Körperhaltung
Unterdrückung von Angst, Unterdrückung von Unsicherheit, gespielte Selbstsicherheit

Breitbeinig dastehen, Daumen in die Achselhöhlen
Selbstsicherheit, Protzerei, Arroganz

Nach-vorn-Lehnen des Oberkörpers
Interesse, Sympathie, aber auch: Wunsch zu unterbrechen

Zurück-Lehnen des Oberkörpers
Desinteresse, Ablehnung, Skepsis

Sprechweise

Lautstarke Stimme
Einerseits: Vitalität, Selbstbewusstsein, Kontaktfreude
Andererseits: Unbehherrschtheit, Geltungsdrang

Leise, eher flüsternde Stimme
Einerseits: Schwäche, mangelndes Selbstbewusstsein
Andererseits: Sachlichkeit, Bescheidenheit

Schnelles Sprechtempo
Impulsivität, Temperament, aber auch: Ungezügelt, nervös

Langsames Sprechtempo
Im Allgemeinen: Antriebsschwäche; aber auch: Sachlichkeit, Ausgeglichenheit, Besonnenheit

Unmotiviert wechselndes Sprechtempo
Innere Unausgeglichenheit

Ausgeprägte Pausengestaltung
Diszipliniertheit, Selbstbewusstsein

Starke Akzentuierung (nicht: Affektiertheit)
Lebhaftigkeit, Gefühlsstärke

Schwache Akzentuierung
Desinteresse, Unflexibilität


 
Strategie und Taktik

 
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