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Ihre Meinung

07. Dez 2001 15:59, ergänzt 04. Jan 2002 11:58
Die Leserbriefe vom Dezember 2001

Leserbriefe zur Militäraktion in Afghanistan und der Beteiligung der Bundeswehr finden Sie auf einer Extra-Seite.

Rüdiger Strauch
Betr.: Altpapier
31.12.2001 12:16
Und einen Glückwunsch für Ihre großartige «Netzeitung».
Eines muss ich dabei besonders hervorheben: die wirklich amüsante und deswegen herausragende Verlinkung der Texte in der Kolumne «Altpapier».
Nichts im Internet lese ich so regelmäßig - nämlich täglich - wie das «Altpapier». Einmalig!


Detlef Chrzonsz
Betr.: Kerstin Müller unterliegt vor Verwaltungsgericht
30.12.2001 18:33
Ob Kerstin Müller den Prozeß wirklich noch gewinnen wollte? Sie ist mit Bündnis `90 / DIE GRÜNEN doch längst ins Lager der Atomwirtschaft gewechselt.


F. Fuchs
Betr.: Bildungs-Schlusslicht Deutschland
25.12.2001 18:48
Mich wundert das ganze überhaupt nicht. Wer auf eine Hauptschule geht ist doch gleich der Depp schon bloß weil er sagt er geht auf die Hauptschule, Gymnasium klingt doch viel vornehmer, muss aber nicht besser sein. Lehrstellensuche mit Hauptschulabschluß da geht es ja gleich weiter, Gymnasium wird bevorzugt. Ich weiß aus meiner Praxis, dass es in der Lehre auf wesentlich mehr ankommt als die Schulart die besucht wurde, für mich ist da auch viel Show dabei.

Unsere Schulklassen sind auch überfüllt, ein Lehrer hat doch keinen Überblick mehr bei den vielen Schülern in einer Klasse, maximal 25 Schüler in einer Klasse wäre gut.

Mein Vorschlag für ganz Deutschland, für alle eine 10 - Klassen Schulpflicht, anschließend eventuell Abitur (das nur zwei Jahre dauert). Diese Schulwechsel nach einigen Jahren und neue Schulklassen zusammenstellen entfällt damit für - ich denke 85 Prozent aller Schüler. Diese Struktur - und nur die meine ich - hatten wir schon mal in der ehemaligen DDR.


Horst Geißler, Seelze
25.12.2001 03:48
Besser oder nicht, ich weiß nicht. Bin erst seit ein paar Tagen bei Euch drin und schon Fan. Ich suche Information, sachlichen Disput und Aktualität- so wie es jetzt ist find ichs prima, komm gut zurecht. Steht mir der Sinn nach Jenny, Ariane oder Post an Herrn Wagner (immer seltener) muß ich eben woanders hin klicken.

Ludger Beyerle, Mülheim an der Ruhr
Betr.: Pariser Sicherheitsbedingungen in der Kritik
23.12.2001 18:00
In Faro (Portugal) waren noch im Dezember 2002 die Kontrollen ineffektiv. Zwar steht man seit dem 11. September mit Maschinenpistolen herum, beim Durchschreiten des Sensorrahmens sprach die Anlage aber nicht einmal auf einen 100 Gramm schweren Metallschmuckring an, der in Düsseldorf nicht passiert hatte. Die Leute am Röntgenschirm unterhielten sich und den Monitor trafen nur sporadische Blicke.


Ralf Böhmer
Betr.: Spekulationen über Tod von Stefan Heym
22.12.2001 00:49
Sie sollten dass Wasser des Toten Meeres nicht als giftig bezeichnen, da es Tausenden Allergikern und Neurodermitis-Geplagten wertvolle Hilfe leisten kann.


Tilman Kluge
Betr.: Bundesrat stoppt Naturschutznovelle
21.12.2001 14:37
Der Bundesnaturschutzgesetz-Entwurf von Jürgen Trittin ist von einer
Qualität, die eine Ablehnung durch den Bundesrat geradezu provozieren mußte.
So braucht man nicht einer hessischen CDU/FDP-Regierung anzugehören, um
feststellen zu müssen, daß die mindestens zehn Prozent Landesfläche für
einen Biotopverbund zweifellos nicht begründet sind. Dabei geht es nicht
darum, ob die mindestens 10 Prozent zuviel oder zuwenig sein, es entbehrt
der plausiblen Herleitung dieser 10% generell.

Gerade Naturschutzrecht muß aber durchgängig so nachvollziehbar sein, daß
Sinn und Notwendigkeit von Naturschutz in der Allgemeinheit erkannt werden
anstatt daß (vor allem amtlicher) Naturschutz weiterhin einen wesentlichen
Beitrag zur Staats- und Behördenverdrossenheit liefern. Das gilt gerade auch
für die Landwirtschaft, wo die eigenverantwortliche Landbewirtschaftung ohne
verfahrensfachliche Vorgaben Vorrang haben muß. Hierfür hatte schon alleine
der frühere Paragraph 2 einen ausreichenden Rahmane geboten. Im übrigen wird
der Landwirtschaft in §5 (neu) ein ganzer Katalog von Vorschriften
vorgegeben, deren zwingende Einhaltung sich ohnehin aus dem übrigen
Gesetzestext ergibt. Insoweit ist die Kritik, das sei Bürokratie,
gerechtfertigt.


Christian Gögelein
20.12.2001 16:30
Vielen Dank für ihr hervorragendes und immer aktuelles Informationsangebot. Als Redakteur schätze ich besonders die journalistische Qualität der Nachrichten, Berichte und Features. Die «Netzeitung» ist eines der wenigen Internet-Angebote, für die ich Geld bezahlen würde.

Heike Raetz, Bonn
Betr.: Diskussion zur Stammzellenforschung
20. 12. 2001 14:43
Immer wieder bedauere ich es, das die Forschung mit embryonalen Stammzellen in einen Topf geschmissen wird mit der Angst vor dem Klonen. Für mich hat beides nicht unmittelbar etwas miteinander zu tun.

Wenn die Würde des Menschen, auch des ungeborenen Menschen so unantastbar ist, wie es sogenannten Ethiker immer wieder betonen, dann sollten Sie sich auch mal mit der künstlichen Befruchtung befassen, die im Grunde in höchstem Maße unethisch ist, wenn man bedenkt, das ein Großteil der embryonalen Stammzellen die für die Forschung benutzt werden von befruchteten Eizellen stammt, die bei der künstlichen Befruchtung «übrigbleiben» und sonst auf den Müll wandern.

Vielleicht ist es wirklich nötig das man die Gegner der Forschung einmal direkt mit Menschen konfrontiert, für welche die Forschung von Herrn Brüstle in Bonn eine große Hoffnung darstellt. Ich bin selbst an MS erkrankt und hege wie alle anderen auch die Hoffnung das uns diese Forschung bei unserer und vielen anderen unheilbaren Krankheiten helfen kann. Aber es ist klar, so lange man selbst nicht betroffen ist, ist es einfach dagegen zu sein.


Dr. Franz Wallrafen, Alfter
Betr.: «Ehren»-Titel für entlassenen Professor
18. Dezember 2001 16:35
Den goldenen Handschlag in Höhe (man munkelt) von 3 Millionen ist eine Schande für die gesamte Universität, insbesondere wenn man daran denkt, dass Hunderte von Millionen für die Sanierung der Universität benötigt werden.

Herr Bauknecht war nicht in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt, sondern in seiner Eigenschaft als Universitätsprofessor Beamter auf Lebenszeit. Offensichtlich kostet es eine Menge Geld, einen Beamten loszuwerden.

Sie erwähnen, dass sich ein 'Professorentitel' bezahlt macht. Zur Klarstellung:

es gibt nicht den 'Professor'; Herr Bauknecht hatte die 'Dienst-oder Amtsbezeichnung' Universitätsprofessor. Dies ist kein Titel, wie das Bundesbeamtengesetz klarstellt. Aus diesem Grunde kann man Herrn Bauknecht nur warnen, an sein kommendes Praxisschild das Wort Professor zu schreiben; allenfalls könnte dort 'Honorarprofessor' stehen.

Aber ob ihm das ausreicht?

Anmerkung der Redaktion:

1. Bauknecht war tatsächlich kein Beamter. Bei seiner Berufung nach Bonn war Bauknecht bereits zu alt für die Übernahme ins Beamtenverhältnis.

2. Auch als «Honorarprofessor» darf sich Bauknecht die Abkürzung «Prof.» vor den Namen setzen.


Hans Ulrich Gresch, Nürnberg
Betr.: Augstein vergleicht Scharon mit Hitler
18. 12. 01 08:46
Dieser Kommentar wird einen Sturm der Entrüstung auslösen. Hat schon der Vergleich zwischen Bush und bin Laden für Aufregung gesorgt, wird nun helle Empörung durch die Medienlandschaft gellen.


Peter Gläser
Betr.: Augstein vergleicht Scharon mit Hitler
18. 12. 01 20:09
Wie mir scheint hat Herr Maier ein sehr gespanntes Verhältnis zu den Realitäten und politischen Wahrheiten im Nahen Osten. Auf welchem Auge er trotz himmelschreienden Unrechts blind ist, konnte man nach wenigen Sätzen feststellen.

Herr Augstein hat jedenfalls das getan, wozu alle deutschen Nachkriegs-Politiker bisher leider zu feige waren. Er hat die Wahrheit einmal offen ausgesprochen.

Ich gehe in der Offenheit noch einen Schritt weiter. Ich bin nie Antisemit gewesen und auch Herr Scharon wird mich nicht zu einem machen, obwohl er es nahezu täglich versucht. Herr Scharon ist ein Terrorist, sein Handeln ist von Rache und Hass bestimmt, wie das aller Terrorristen. Wenn er alle Palästinenser unbemerkt von der Weltöffentlichkeit «beseitigen» könnte, würde er dies ohne zu zögern tun. Er tut alles um Arafat von der politischen Bühne zu beseitigen, in der Hoffnung, das nach Arafat ein ganz Radikaler kommt. Dann, so hofft er in seinem blinden Hass, wird er die Rechtfertigung für den großen, finalen Schlag gegen die Palästinenser bekommen.


Stefan Langhammer
Betr.: Augstein vergleicht Scharon mit Hitler
16. 12. 2001 17:38
Die Stellungnahme zu dem Artikel von Rudolf Augstein in der Netzzeitung ist an Übertreibung und einseitiger subjektiver Interpretation meiner Meinung nach nicht zu überbieten. Es werden hierin nicht nur Tatsachen völlig verzerrt dargestellt, auch scheinen Sie den durch Herrn Augstein angeführten Vergleich zwischen Hitler und Scharon vorsätzlich in einer von Herrn Augstein offensichtlich nicht beabsichtigten Weise zu Interpretieren. Das wirklich Erschreckende an Ihrer Stellungnahme ist jedoch nicht Ihre Interpretation des Augstein-Artikels, sondern vielmehr das scheinbar emotionale Motiv, welches Sie bewegt hat, den Artikel beabsichtigt in einem falschen Kontext darzustellen. Es erregt bei mir eher Mitleid, wenn ich feststellen muß, daß ein Journalist, der den Anspruch hat seriös und objektiv berichten zu wollen, sich von seinen Emotionen und der eigenen Polarisation verführen läßt. Die Polemik Ihres Artikels erinnert ein wenig an die Äußerungen eines Menschen, der mit kontroversen Meinungen, in einem Bereich der für ihn eine große emotionale Bedeutung hat, nicht umgehen kann.


Edgar Fraunholz, Westendorf/Tirol
Betr.: Augstein vergleicht Scharon mit Hitler
16. 12. 2001 15:43
Der Artikel läßt in Bezug auf Ausgewogenheit zu wünschen übrig. Spürbar ist Ihre parteiische Betrachtung zu Gunsten des Israelischen Terrors. Den auch das ist Terror, wenn (versehentlich) Palästinensische Kinder und Jugendliche (Steinewerfer) oder auch 3 Jährige getötet werden. Israel als ständiges Opfer hinzustellen, das nur - zu seinem Schutz - tötet, ist genauso einseitig gesehen. Zahlen sagen nur einen geringen Teil aus, aber 200 getötete Israelis gegen - mittlerweile - 800 Palästinenser zeigen doch auch die Härte und die Vorgangsweise der Israelischen Armee, ohne Rücksicht. Ist es dann verwunderlich wenn immer mehr Selbstmordattentäter auftauchen? Haß schürt Haß. Auf beiden Seiten.

Welche Chance geben den die Israelis ihren - immer als zweitrangig und minderwertiger betrachteten - Nachbarn? Durch Ihren Aufenthalt in Israel wissen Sie doch sicher, mit welcher Verachtung dort zum Teil über die schmutzigen Araber gesprochen wird. Das ist nicht erst seit der Eskalation der Fall. Die Grundsatzhaltung der Israelis (als ausgewähltes Volk) gegenüber den Nachbarn ist entscheidend, und diese Grundhaltung ist mit ein großer Teil der Problematik.

Tilman Kluge, Bad Soden
Betr.: Bundestag beschließt Atomausstieg
14. 12. 2001 14:10
Als der Bundestag nunmehr den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen hat, blieb ein Argument zur Atomenergie weitgehend unerwähnt. Es ist dabei unerheblich, ob es pro oder contra Atomenergie anzuwenden wäre. Vernachlässigt wurde das Verursacherprinzip, auch zu finden im CDU-Grundsatzprogramm.

Dies wird zu beachten sein, sollte die Opposition nach einem Regierungswechsel das Gesetz zurücknehmen wollen. Denn es ist anzuzweifeln, ob die Stromkonsumenten tatsächlich alle Kosten tragen, die einschließlich Folgekosten bei der Produktion von «Atomstrom» entstehen. Das erstreckt sich von der langfristigen Finanzierung der Endlagerung bis zu einer ungeklärten Versicherungsfrage hinsichtlich einer tatsächlichen Schadensdeckung im Versicherungsfall. Sieht man, welch unheilig bürokratisches Bedenkenträgertum den ganz normalen Alltag prägt, erscheint es umsomehr unverantwortlich, mit welcher Leichtigkeit man über diese Versicherungsfrage hinweggeht.

Dem Verursacherprinzip entspräche es allerdings auch, jene, die Castortransporte stören oder sich gar in Bahngleise einbetonieren, unnachsichtig zur Kasse zu bitten.

Es wäre wissenswert, wie Nutzer von «Atomstrom» aus marktwirtschaftlicher Sicht reagieren würden, wenn sie in das erforderliche Kostendeckungsprinzip ernsthaft einbezogen würden.


Martin Gartzke, Hamburg
Betr.: Der NDR putzt sich heraus
14. 12. 2001 11:13
Hagel gibt's gerade im Norden immer wieder mal, besonders um diese Jahreszeit. Die Behauptung aber, es habe «Beschwerden von begeisterten Antje-Anhängern gehagelt», weil das Walross nicht mehr im NDR-Logo vorkommt, ist so unzutreffend wie gelegentlich der Wetterbericht. Vielmehr haben wir eine Vielzahl positiver Rückmeldungen auf die neue Antje, die Janosch gezeichnet hat. Sie taucht im NDR Fernsehen als Vorgriff auf die geplante Zeichentrickserie jetzt schon als so genannter «corner bug» auf.


Dr. Hans-Hagen Härtel, Hamburg
Betr.: Rot-Rot in Berlin: Amt und Bürden
14. 12. 2001 02:05
Mir scheint, daß der Autor entweder noch zu jung ist, als daß er die Bonner Republik noch miterlebt hat, oder ich habe in einer anderen Republik gelebt als er. Nach meiner Erinnerung war es nicht Kohl, der seinen «begabtesten» Konkurrenten Richard von Weizsäcker auf das Amt des «Zeremonienmeisters» abschieben wollte, vielmehr war es der damalige Regierende Bürgermeister, der gegen den erbitterten Widerstand des - in dieser Sache sehr klarsichtigen - Kanzlers seine Ambitionen für das höchste Amt durchsetzte und dabei in seinen Mitteln nicht weniger ruppig war als Kohl.

Ich erinnere mich deshalb so genau, weil ich damals ein Sympathisant von Weizsäckers war und in seine Wahl zum Berliner Regierungschef große Hoffnungen setzte. Den Abgang zum Amt des Bundespräsidenten empfand ich - wie nicht wenige seiner Anhänger - als Fahnenflucht.

Ich bin auch heute noch davon überzeugt, daß nicht nur Berlin, sondern auch die Republik besser gefahren wäre, wenn er seinem Ehrgeiz zum geistigen Repräsentanten der Nation widerstanden hätte. Seine Amtszeit als Bundespräsident hat mich im Gegensatz zu Ihrem Autor jedenfalls nicht vom Hocker gerissen, und ich empfinde seine Bezeichnung von Weizsäckers als «der erste Bundespräsident, der sein von der Verfassung ohne Macht ausgestattetes, lange als bloß zeremoniell verkanntes Amt, zu politischer Wirksamkeit entfaltete», als eine Geschichtsklitterung, welche die früheren Amtsinhaber entschieden abwertet.

Die jüngste Intervention von Weizsäckers zugunsten der Berliner SPD-PDS-Koalition ist für mich kein Ausdruck souveräner Weisheit, sondern von kleinkariertem Nachtreten. Ich halte den Versuch der Berliner - wie auch der Schweriner oder Magdeburger - SPD durchaus für legitim, die PDS durch Beteiligung an der Regierung zu entzaubern; gleiches gilt übrigens für die Hamburger CDU in bezug auf die Schillpartei und in Österreich für die ÖVP in bezug auf Haiders FPÖ. Zu den Bedingungen dieses Experiments der Entzauberung gehört aber, daß den staatstragenen Parteien und den sie begleitenden Medien stets bewußt ist, daß sie dabei sind, Kröten schlucken; überdies muß als selbstverständlich akzeptiert werden, daß die Oppositionsparteien diesem Experiment mit Argusaugen Widerstand leisten.

Wenn nun Richard von Weizsäcker sich in dem Moment, in dem die SPD unwideruflich die Weichen für die Koalition mit der PDS gestellt hat, zu Wort meldet und diese Koalition als demokratische Selbstverständlichkeit vorstellt, dann beteiligt er sich erstens an den apologetischen Bestrebungen, die PDS und ihren Spitzenkandidaten Gysi als bessere Demokraten hochzujubeln, und verpaßt zweitens seiner Partei, der Berliner CDU, die er seinerzeit in Stich gelassen hat und die nach ihrer jüngsten Wahlniederlage mühsam wieder Tritt zu fassen sucht, einen Fußtritt. Mir erscheint der ehemalige Bundespräsident hier als Gefangener eines opportunistischen Zeitgeistes. Daß es auch anders geht, zeigt der ehemalige Fraktionsvorsitzende der SPD in der Volkskammer der DDR, Richard Schröder, der - leider vergeblich - als Bundespräsident des vereinigten Deutschlands ins Gespräch gebracht wurde. Er entlarvte das Argument, daß die PDS als Mehrheitspartei im Osten Berlins Anspruch auf Regierunngbeteiligung ebenso als undemokratisch, wie ihm als Hochschullehrer an der Humboldt-Universität die Vorstellung eines Wissenschaft- und Kultursenator Gysi wenig Enthusiasmus einflößt.


Irene Mett-Grüne
Betr.: Erste Bilder von Bin-Laden-Video
13. 12. 2001 17:57
Herzlichen Glückwunsch! Gleich nach Erhalt der Handy-Mitteilung über die neuerlichen «Breaking-News» von CNN habe ich versucht, über tagesschau.de Weiteres zu erfahren - Fehlanzeige. Da fiel mit die Netzeitung ein - und tatsächlich: dort fand ich den aktuellen Bericht. Vielen Dank und «weiter so!»


Bernd Sörensen
Betr.: Norweger-Prinzessin verlobt sich mit Skandal-Schriftsteller
13.12.2001 16:01
Das Beste haben sie nicht mitbekommen: Behn hat gesagt, «alle tyskere burde man pisse på» (auf die Deutschen müsste man pissen). Und das ist unser neuer Prinz. Kein Wunder, dass auf der Welt so ein Elend ist.

Eva-Maria v. Nerling, Hamburg
Betr.: Bin Laden als «Man of the Year» gefürchtet
13.12.2001, 11:05
Die Bösewichte beeinflussen die Geschichte nun mal am nachhaltigsten. Dem Bösen nicht ins Gesicht sehen zu wollen ist ein Zeichen von Furcht. Dennoch muss man damit rechnen, dass die Dummköpfe das als Ehrung verstehen. Und sie sind Legion. Wir sind nicht mehr unbeobachtet, die Welt ist transparent geworden. Ohne Internet keine weltweiten Operationen der Quaida. Darum: Es geht nicht mehr, die Zeiten für diesen Ansatz, für die staatsphilosophische Analyse von höherer Warte, sind vorbei, wenn zu viele sie falsch verstehen.

Erik Strub
Betr.: Bin Laden als «Man of the Year» gefürchtet
12. 12. 2001 17:26
Wenn man die Netzeitung im Zeitraum ab dem 11.9. nach «bin Laden» durchsucht, erhält man 880 Treffer. «Bush» hingegen ergibt nur 786 Treffer. Das spricht für einen Punktsieg für bin Laden, oder?

Reiner Klinger
Betr.: Schily verbietet «Kalifatsstaat»
12. 12. 2001 14:26
Wenn islamistische Anhänger wie die des Kalif Kaplan von Köln, die in der Türkei als Extremisten verfolgt werden, bei uns als Asylanten aufgenommen werden und ihren Extremismus hier ausleben dürfen, dann stimmt etwas mit unserem Asylrecht und der Asylrechtspraxis nicht.

Wenn dem jetzt endlich erkannt wird, dann hatten die Terror-Anschläge von New York auch etwas Gutes.


Walter Klag, Wien
Betr.: Chinesisch bald wichtigste Internet-Sprache
10. 12. 18:23
Neben den Nationalsprachen wird auch Esperanto im Weltnetz immer wichtiger. Gestern erhielt ich ein Emil aus China in Esperanto.


Giesela Steinert
Betr.: Gen-Ethik-Diskussion
04. 12. 2001 10:37
Ich finde Ihre Berichterstattung über die Gentechnik und Stammzellenforschung hervorragend. Sehr neutral und gut geschrieben. Weiter so.

Dirk Nodop
10. 12. 2001 13:31
Ich studiere momentan als Austauschstudent in England und habe die Netzeitung als vorzügliche, kurzweilig zu lesende Informationsquelle kennengelernt. Weiter so!

Allerdings habe ich da zwei Verbesserungsvorschläge:
Bitte achten sie doch einmal vermehrt auf Tippfehler, denn teilweise nimmt das schon leicht blamable Züge an. Benutzen sie denn keine Autokorrektur oder ähnliches? Wieviel Zeit kostet es den Verfasser, denn Artikel nochmal zu überprüfen? Als Student bin ich mit dem Verfassen von Berichten und Texten vertraut, darum dieser Verbesserungsvorschlag.

Vielleicht eine Frage des persönlichen Geschmacks: Ein paar mehr Links zu weiterführenden, tiefergehenden Artikeln würden mir gefallen (Gut umgesetzt im Wissenschaftsbereich) Ansonsten kann ich Ihnen zu der Idee einer Internetzeitung nur gratulieren.


Andreas Böck
Betr.: Klima-Spezial
7. 12. 2001 23:10
Ich bin süchtig nach eurer Zeitung. zur Zeit vertiefe ich mich gerade in das Spezial 'Klima' Man kann sich ein Buch sparen.

Saul Len
Betr.: Bild.de wird kostenpflichtig
07. 12. 2001 20:41
Ich hoffe die User sind nicht dümmer als die Fernsehglotzer. Wär auch schwer vorstellbar. Immerhin haben die Fernsehnutzer Leo Kirch auf die Nase fallen lassen. Nix war's mit Bezahlfernsehn. Das wünsche ich allen die glauben, das Net ist nichts als ein Goldesel, denn der User zahlt ja schon fürs surfen. Reicht das nicht? Welche lebenswichtigen Inhalte hat Bild zu bieten, das man dafür sogar zahlen sollte?

Raphael Mankau, Murnau
Betr.: Suche nach dem Stammzell-Kompromiss
7.12. 15:07
Auch die CSU steht nun offensichtlich dem Import embryonaler Stammzellen aufgeschlossen gegenüber. Horst Seehofer und Alois Glück haben nach dem Votum des Nationalen «Ethikrates» dementsprechende Vorstöße gemacht. Doch wer A sagt, muss auch B sagen: Wer dem Import embryonaler Stammzellen zustimmt, muss auch früher oder später die Herstellung im eigenen Lande freigeben - alles andere wäre Heuchelei.


Ich bin schwer enttäuscht, dass nun auch eine sich «christlich» nennende Partei mit dazu beiträgt, dass zunehmend die Dämme brechen. Wer Embryonen zu Forschungs- oder medizinischen Zwecken «verbraucht» (also tötet!) bzw. Derartiges in Kauf nimmt, handelt klar gegen Artikel 1 des Grundgesetzes: «Die Würde des Menschen ist unantastbar.» Wie sagte einmal der Biochemiker und Entdecker der DNS, Erwin Chargaff: «Der Mensch hätte die Finger von zwei Kernen lassen sollen - vom Atomkern und vom Zellkern. Die Gentechnik wird noch weit schlimmere Folgen haben als die Atomenergie.»

Ganz offensichtlich hat die CSU vor, sich an beiden Kernen die Finger und das Herz zu verbrennen. Dringend notwendig und auf der Höhe der Zeit finde ich daher das von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) in Bayern angekündigte Volksbegehren «Menschenwürde ja - Menschenklonen niemals». Damit sollen verbrauchende Embryonenforschung, Menschenklonen und Präimplantationsdiagnostik in der Bayerischen Verfassung verboten werden. Bevor die Dämme brechen ...


Jörg Heinke, Kiel
Betr.: Frantz Fanon starb vor 40 Jahren
6. Dez. 2001 11:46
Ich möchte bei ihnen für den überaus guten Artikel zu Frantz Fanon bedanken. Trotz der Kürze geht der Artikel doch weiter über das übliche Tageszeitungsniveau hinaus.


Reiner Moysich, Karlsruhe
Betr.: Stoiber: Deutschland braucht den Wechsel
5.12. 17:58
Beim CDU-Parteitag beklagte sich Stoiber (begleitet von großem Applaus) bitter darüber, dass das von Bayern an den Bundeskanzler für das neue Amtsgebäude geschickte große Kruzifix nicht aufgehängt wurde. Offensichtlich hat die Union noch immer nicht das Kruzifixurteil des Bundesverfassungsgerichts akzeptiert. Realitätsfern wird noch immer davon ausgegangen, wir wären eine christliche Gesellschaft wie vielleicht noch vor einigen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten.

Schon der BVG-Beschluss vom 14.12.1965(!), dass der Staat als Heimstatt aller Staatsbürger zu «weltanschaulich-religiöser Neutralität» verpflichtet ist, lässt keine Ungleichbehandlung zu. Schröder hätte also entweder die Symbole aller ca. 4000 Weltanschauungen in gleicher Größe anbringen müssen - oder eben keins! Gerade nach den Terroranschlägen vom 11.9.01 ist eine äußerst strikte Gleichbehandlung aller Weltanschauungen (gemäß Grundgesetz und Menschenrechten) wichtiger denn je! Alles andere ist egoistisch und kriegsfördernd!


Wolfgang H. Zerulla, Burgwedel
Betr.: Koalitionsgespräche in Berlin gescheitert
5.12. 0:00
Das Scheitern der Ampelkoalition zeigt wieder einmal das sich politische Inhalte und Programmatik der FDP auf Pöstchenhascherei und Klientelpolitik reduzieren; die Grünen sind offenbar inzwischen auf das selbe Niveau gesunken. Da die CDU nicht regierungsfähig sein wird so lange sie nicht in der Lage ist sich von der Augen-zu-und-weiter-so-wie-bisher Strategie der Kohl-Ära abzunabeln (und drittklassige Chargen wie Merkel, Merz, Meyer werden dazu nie in der Lage sein) bleibt für Berlin nur eine Lösung: Die rot-rote Koalition !

Und dies währe keine schlechte Lösung, schon gar nicht eine Notlösung. Bringt sie doch die historische Chance für Berlin und für Deutschland

1. eine starke linke Regierungsmehrheit zu bilden
2. Ost und West endlich zusammenwachsen zu lassen und
3. den Weg für eine solche rot-rote Koalition auf Bundesebene zu bereiten.

Womit wir so ganz nebenbei auch noch einen großen Schritt auf dem Wege zur Lösung der sozialen und wirtschaftlichen Probleme Deutschlands getan hätten. Möge diese 2. Chance genutzt werden, eine 3. wird es kaum geben.

Gisela Steinert
Betr.: Gen & Mensch
4.12. 10:37
Ich muß sagen ich finde Ihre Berichterstattung über die Gentechnik und Stammzellenforschung hervorragend. Sehr neutral und gut geschrieben. Weiter so.

Frank Heitmeyer
Betr.: Eissprinterin Sabine Völker
02. 12. 2001 21:51
«Wieder hatte Eissprinterin Sabine Völker in Salt Lake City über die 500 Meter das Nachsehen» schreiben Sie in dem Artikel - eine mögliche Sichtweise. Könnte man nicht auch schreiben: «Erneut eine herausragende, sportliche Leistung. Nur um 0,15 Sek. den deutschen Rekord verpasst, und nur von der Weltklasseläuferin Catriona LeMay-Doan geschlagen!» Identische Fakten, meiner Meinung nach aber eine angemessenere Würdigung der sportlichen Klasse. Warum immer diese typisch deutsche Mäkelei? Deutschland - das Land der Betroffenen. Immer wieder schade, wie es gelingt, sich durch die Fokussierung zum armen Mensch zu machen.


Frank Fuchs, Vogtland
Betr.: Behinderte kritisieren Euro-Münzen
02. Dez. 2001 12:58
Ich bin normaler „Benutzer“ der Euro-Münzen. Selbst als solcher hätte ich es begrüßt, Münzen mit einem Loch zu versehen, sie sechs- oder achteckig zu gestalten. Europa hat durch seine Münzvielfalt gezeigt das es Ideen hat.

Bei den wenigen Münzen wäre es somit kein Problem gewesen, große Unterscheidungsmerkmale zu schaffen.

 
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