02. Mrz 2003 23:48, ergänzt 03. Apr 2003 13:24
Lesermeinungen vom März 2003.
Jerzy Wasner, München
Betr.: Irak-Krieg
29.03.2003 20:39 Uhr
Der Krieg bringt nicht nur uns, sondern der US-Nation mehr Hass und Terror wie nie zuvor. Bush und seine Administration sind Kriegsverbrecher. Ich frage mich immer wieder, an welchen Gott glaubt eigentlich Mr. Bush ? Wie viele Kriege will er noch im Namen Gottes führen ? Wie viele Opfer kann sich die US-Nation leisten bzw. verkraften ? Bush äußert sich immer wieder, «Wir wollen keine Belohnung, uns reicht ein dauerhafter Frieden!» Es müßte jedoch heißen: «Wir wollen keine Belohnung, uns reicht eine dauerhafte Herrschaft in der Golfregion und das Öl!»
Peter Wilfinger
Betr.: Ein Krieg, dem weitere folgen werden
27.03.2003 11:46 Uhr
Wie erst kürzlich aus dem Internet bekannt wurde, existieren schon in mehreren Ländern Listen mit Namen von englischen und amerikanischen Soldaten die zur Zeit an den Krieghandlungen im Irak beteiligt sind. Solcherart sind Racheakte an Beteiligten und deren Angehörigen vorprogrammiert, da zu solchen aufgerufen wird. Somit tragen sich die kriegsführenden Mächte den Vergeltungsschlag (Terror) ins eigene Wohnzimmer. Niemand auf der Welt ist für den Krieg, aber schon bald werden die Engländer und Amerikaner spüren wie es ist, in Angst zu leben.
Jens Thöricht, Nürnberg
24.03.2003 09:05 Uhr
Ich finde Ihre Zeitung sehr gelungen, stets aktuell und ein wichtiges Medium
zum informieren. Machen Sie weiter so!
Norbert Rost
Betr.:Verkauf der Netzeitung
23.03.2003 21:23 Uhr
Bei jeder «Übernahme» in der Medienbranche muss man in letzter Zeit aufmerken: Wer kommt da «an die macht über die informationen»? Ich hoffe, dass die Netzeitung ihre umfassende und auch kritische Berichterstattung beibehält. ich denke, auch euch dürfte klar sein, wie wichtig es ist, der heutigen Lügenindustrie etwas entgegenzusetzen. In dem sinne auf jeden fall Dank für die bisherige Arbeit.
Max Lange, Berlin
Betr.:Irak-Krieg
21.03.2003 21:02 Uhr
Es ist erschreckend mitanzusehen, wie ein Land, das Massenvernichtungswaffen gegen Zivilisten eingesetzt hat, diese Waffen weiterhin herstellen und besitzen darf. Wie können wir es zulassen, dass ein Land die Verträge über die Herstellung von chemischen und biologischen Waffen bricht, wann es ihm gefällt? Können wir es zulassen, dass ein Land die Menschenrechte so mit Füßen tritt? Wir sollten uns mit aller Macht dafür einsetzen, dass Präsidenten, die nicht von der Mehrheit ihres Volkes gewählt sind, entmachtet werden.
Leopold Glaser
Betr.:Arbeitslose sollen künftig jede Arbeit annehmen
18.03.2003 07:54 Uhr
Gut, Arbeitslose sollen jede Arbeit annehmen. Dann wird hoffentlich Herr Clement, wenn er demnächst wegen Versagens der Regierung arbeitslos werden wird, zur Müllabfuhr kommen. Dort kann er auch Mal sehen, wie das wirkliche Leben so geht.
Jörg Büchner, Katlenburg-Lindau
Betr.: Ein Krieg, dem weitere folgen werden
18.03.2003 18:10 Uhr
Es ist eine bittere Zusammenfassung der Ereignisse, die Sie da heute schreiben («Ein Krieg, dem weitere folgen werden»). Aber überwinden wir doch unsere Ratlosigkeit, denken wir über den Moment des Schreckens hinaus: Schliesslich hat Bush uns von Illusionen befreit. Danken wir ihm dafür, und denken wir nun darüber nach, welche neue Weltordnung uns, den alten (und daher - leiderfahrerenen) Europäern, genehm wäre und wenn wir eine gute Idee haben, wie wir sie erreichen können.
Ausgangspunkt: Lange haben wir uns in der Nachkriegs und Nach-Kalte-Kriegs-Zeit darauf verlassen, dass das Gleichgewicht des Schreckens und später die High Tech Weltpolizei der US Armed Forces die Konflikte gerichtet haben. Natürlich tun sie das in ihrem Sinne und Interesse: Wer die Musik bezahlt, bestimmt sie auch. Das ist nichts Neues. Nur bisher haben wir es bequem, wenn auch manchmal zähne-knirschend hingenommen. Und die Rechnungen im wachsenden Maße bezahlt, ohne die Entscheidungen und Stoßrichtungen mitbestimmen zu können.
Jetzt: Vertreibung aus dem Paradies.
Ansätze für die Zukunft (noch längst nicht fertiges Konzept): Jetzt erkennen wir deutlich die von A. Kennedy prognostizierte Überdehnung der einzigen Weltmacht - den USA - und ihre Agonie als solche. Zeit also, sich in den Mittelmächten Europas auf die Zeit danach mit einer sich auf Grund ihrer Impotenz auf Mittelmacht-Niveau reduzierenden USA und mit der erwachenden Supermacht des 21. Jahrhunderts - China - vorzubereiten, um auch vor dieser Herausforderung zu bestehen. Nichts eint so sehr wie ein gemeinsamer Gegenpol.
Sabine Lipan, BielefeldBetr.:
Ein Krieg, dem weitere folgen werden
18.03.2003 15:52 Uhr
Danke für «Ein Krieg, dem weitere folgend werden». Er hat mir aus dem Herzen gesprochen, leider auch mit seinem bitteren Beiklang.
Heinz Willers, Hannover
Betr.: Schröder: Deutliche Einschränkungen bei Leistungen für Arbeitslose
18.03.2003 13:28 Uhr
Wenn nach Regierungsabsicht das Krankentagegeld aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gestrichen werden und eine privat abzuschließende Versicherung für das Krankengeld zur Pflicht gemacht werden soll, dann dürfte das in der GKV zu einer Beitragssenkung in der Größenordnung von 1 Prozent-Punkt und zu einer entsprechenden Mehrbelastung der Versicherten führen. Ich halte diese Absicht in technischer Hinsicht für groben Unfug. Denn neue private Versicherungskonstruktionen erfordern neuen Verwaltungsaufwand, und die Anbieter dieser Versicherungen wollen sicherlich auch Überschüsse erwirtschaften. Einfacher wäre es doch, wenn die GKV weiterhin Krankentagegeld zahlen und der Beitragsanteil der Arbeitgeber zu Lasten der Arbeitnehmer verringert würde. Die Verwaltungskosten würden bei gleichem Effekt dann nicht steigen müssen. Wenn man den Versicherten schon ans Leder will, dann aber nicht in einer Weise, die das Ganze noch weiter verteuert!
K.-H. Ernup
Betr.: Ein Krieg, dem weitere folgen werden
18.03.2003 13:28 Uhr
Es ist schon sehr befremdlich, wie Sie in ihrem Kommentar mit der historischen Wahrheit umgehen. So steht z.B. zu lesen, dass es im Zusammenhang mit dem Kosovo einen UNO-Pflicht-Konsens gegeben habe. Wie können Sie so einen Unsinn unter die Leute Bringen? Der Kosovo-Konflikt ist ohne UNO-Zustimmung bereinigt worden. Und dass ausgerechnet der englische Exaußenminister Cook angeführt wird, um den Alleingang der USA und seiner Verbündeten gegen den Willen der UNO zu kritisieren, ist ja wohl nur als schlechter Witz zu bezeichnen. Denn schließlich war er im Kosovo-Konflikt einer der Haupträdelsführer, der sich für eine dortige Intervention, auch ohne UN-Mandat, stark gemacht hat. Und davon, dass Saddam Hussein der eigentliche Bösewicht ist, der ja nun wahrlich lange Jahre Zeit genug hatte, einen Krieg zu vermeiden, kein Wort. So bleibt als fader Beigeschmack, dass man sich des Gefühls eines stumpfen Antiamerikanismus nicht erwehren kann. Schade!
Karl-Hartmut Blesik, Berggießhübel
Betr.: Clement droht Arbeitsunwilligen mit Sanktionen
18.03.2003 07:54 Uhr
Menschenverachtend ist das. Das eigene Versagen in der Wirtschaftspolitik wälzt die SPD jetzt auch noch auf die Wehrlosen ab! Anstatt Menschen auf Arbeitsplätze zu zwingen, die es in weiten Deutschlands überhaupt nicht gibt, sollte sich Rot-Grün einmal Gedanken darüber machen, wie mehr Arbeitsplätze entstehen.
Jens Supper, Davis, Californien
Betr.: Bush setzt Hussein Frist von 48 Stunden
18.03.2003 05:13 Uhr
Es waere lachhaft, wenn es nicht todernst waere. «Eine militärische Kampagne wird gegen gesetzlose Diktatoren gerichtet sein, nicht gegen Euch.» so George Bush in seiner «Rede an die Nation» an das Irakische Volk gerichtet. Na das soll er uns doch bitte mal vormachen! Ein Krieg, ist immer auch gegen die Zivilbevoelkerung gerichtet. Aber das faellt ja dann wohl in die Rubrik «collateral damage». Was fuer ne tolle Bezeichnung. Auch sein naechster Appell an das irakische Volk ist mehr als entlarvend. «Wenn der Krieg kommt, kämpft nicht für ein sterbendes Regime, dass Euer Leben nicht wert ist. Zerstört nicht Eure Ölquellen, denn sie sind ein Reichtum, der dem irakischen Volk gehört.“ Nicht um ihr kostbares Leben zu schonen sollen sie sich ergeben, nein, um die kostbaren Oelquellen geht es! Rechnet sich der Krieg sonst nicht mehr fuer den groessten Energieverbraucher der Welt? Mag ja sein, dass sie weiterhin dem Irakischen Volk gehoeren, aber wer kontrolliert dann die Foerdermengen und den Export??? Bushs Versuch, diesem Krieg einen humanitaeren Deckmantel zu verpassen ist selbst hier in den Staaten bereits zu einer Lachnummer geworden, sieht man mal von seiner Propagandamaschinerie im Fernsehen, allen voran FoxNews - meines Erachtens der legitime Nachfolger der Wochenschau - oder einigen politischen Hardlinern ab.
Es mag zwar richtig sein, dass eine knappe Mehrheit der Amerikaner diesen Krieg befuerworten, aber die meisten davon sind wenigstens auch ehrlich genug zu sagen, dass dieser Krieg mehr wirtschaftlich motiviert ist, als humanitaer. Auf der anderen Seite sollte man sich fragen, ob Blairs Verhalten nicht cleverer war, als das von Schroeder und Chirac. Den braven Schosshund spielen, und dafuer hinterher den dicksten Knochen bekommen. Denn das dieser Krieg kommt stand ja schon lange vor Weihnachten fest. Es war nur die Frage, ob die UNO vor den USA kuscht, oder ob sie ihre de facto Entmachtung akzeptiert. Denn die USA koennen machen was sie wollen. Wer wird sie denn zur Rechenschaft ziehen? Wird George Bush als Kriegstreiber vor dem UN Tribunal landen, wenn er diesen Krieg gegen den Willen der UN startet? - Wohl kaum! In diesem Sinne
Der Weltfrieden ist eine schoene, erstrebenswerte Sache, aber in dieser Welt wohl nur als Diktatur einer Supermacht zu realisieren. - hat finde ich einen ueblen Beigeschmack, der uns als Demokraten nicht so recht bekommen duerfte.
Matthias Steinecker, Quedlinburg
Betr.: Schröder: Deutliche Einschränkungen bei Leistungen für Arbeitslose
14.03.2003 12:00 Uhr
Eine «Versicherung» abzuschließen, bedeutet für mich als Privatperson, dass ich mich für einen Vertrag entschieden habe, bei dem meinen definierten Beitragszahlungen im Bedarfsfall eine definierte Leistung gegenübersteht.
Anders die «Arbeitslosenversicherung»: Als Nichtselbstständiger bin ich zwangsweise Versicherungsnehmer, habe bezüglich der Höhe meiner Beiträge keinerlei Einfluss oder Alternativen, bin ebenso alternativlos einer operativen Entscheidung zur Änderung des Leistungsangebotes durch den Versicherer ausgeliefert.
Der Solidargemeinschaft der Versicherten anzugehören ist für mich als Nettozahler solange völlig in Ordnung, wie ich darauf hoffen kann, im Bedarfsfall gleichermaßen versichert zu sein wie die vormaligen Versicherungsnehmer.
Da jedoch das Unternehmen Arbeitslosenversicherung pleite ist, entscheidet sich der Versicherer einfach dazu, in Größenordnungen die Leistung zu kürzen. In der Privatwirtschaft wäre dies ein einklagbares Betrugsdelikt.
Nicht so in der heutigen Bundesrepublik: Wer bisher als Beitragszahler für die konjunkturbedingte Arbeitslosigkeit anderer eintreten konnte, ist jetzt selbst gefährdet, von der Arbeitslosigkeit wegen verfehlter Wirtschaftspolitik betroffen sein. Da hört man dann mit zornigem Befremden aus dem Munde von in jedem Falle selbst bestens Abgesicherten, es könne nun doch wohl Verständnis dafür entwickelt werden, dass einem die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung vergleichsweise drastisch gekürzt werden.
Damals vor vierzehn Jahren habe ich mich selbst aktiv daran beteiligt, dass dem sich abzeichnenden wirtschaftlichen Bankrott des kleineren Deutschen Staates der politische Zusammenbruch zuvorkommt. Nun frage ich mich, wie mein Engagement hier und heute aussehen solle...
Oliver P. Guttmann, London
Betr.: Irak-Konflikt
14.03.2003 09:53 Uhr
Es ist kaum vorstellbar, das Laender wie Deutschland oder Frankreich sich fuer einen moerderischen Diktator wie Hussein einsetzen und die gesamte Weltordnung dafuer aufs Spiel setzen. Sicher ist doch auf jeden Fall, dass im Irak ein Mensch sitzt der tausende Menschen auf dem Gewissen hat im Bruch mehrer UN-Resolutionen sitzt und sich ins Faeustchen lacht wenn Millionen von Menschen auf die Strasse gehen um gegen einen Krieg zu demonstrieren. Mal wieder zeigt sich das der blanke anti-amerikanismus Menschen davon abbringt vernuenftig nach zu denken. Was muss den jetzt noch passieren, dass sich die Menschen bewusst werden wie gross die Bedrohung ist die von muslimischen Fundamentalisten ausgeht. Muss das Brandenburger Tor oder der Eifelturm in die Luft gesprengt werden ? Sicher ist doch auf jeden Fall, dass Chirac einer der ersten Politiker sein wird der ins befreite Bagdad mit einer gepanzerten Limousine fahren wird um sich als Befreier feiern zu lassen. Ich jedenfalls schaeme mich als Buerger Europas zu sehen was im Moment in der UN vor sich geht.
Peter Gläser
Betr.: Irak-Konflikt
05.03.2003 21:47 Uhr
Der Irak-Konflikt hat mir persönlich eine neue Erkenntnis gebracht. Bisher dachte ich, das Wort «Demokratie» bedeute: Alle Macht geht vom Volke aus. In den letzten Monaten bin ich nun eines Besseren belehrt worden. In England und besonders in Spanien zeigt sich, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ein militärisches Eingreifen nicht wünscht. Die Regierungen dieser beiden Länder, die nach meinem bisherigen Demokratieverständnis doch eigentlich gewählt wurden um diesen Willen des Volkes politisch umzusetzen, sind jedoch die eifrigsten Befürworter der amerikanischen Kriegspolitik. Bei aller berechtigten Kritik an Herrn Schröder muss ich ihm zugute halten, dass er wenigstens in diesem Punkt den Willen der Mehrheit unseres Volkes respektiert und politisch zum Ausdruck bringt.
Gunther Schirmer
Betr.: Bündnis für Arbeit endgültig gescheitert
04.03.2003 13:51 Uhr
Na bravo, Herr Schröder. Endlich sind Sie aufgewacht und wollen agieren statt reagieren! Die Nation ist gespannt, was Sie am 14. März servieren werden. Man kann es gar nicht glauben, dass die Agonie der Regierung beendet sein soll. Monatelang wurde nur rumgeeiert, tolle Vorschläge ausgearbeitet und nichts wirklich in Angriff genommen. Aber alles wird scheitern, wenn Sie nicht endlich die Gewerkschaften ausbremsen und in die ihnen zustehenden Grenzen verweisen. Die größten Bremser aller guten Ideen, unser Land wieder aus der rasanten Talfahrt herauszubringen, sind die Dame und die Herren der Gewerkschaften. Ihr Problem, Herr Schröder ist nun mal, mit Leuten wie Müntefering und Genossen arbeiten zu müssen, die sich aus der Gewerkschaftsbewegung in die Regierungsverantwortung verlaufen haben und nichts dazugelernt haben. Aber trotzdem, ziehen Sie endlich mal was konsequent durch. Schlimmer wie jetzt kann es nicht werden!
W. Feldleisen, Hamm
Betr.: Stoiber fordert Kürzungen bei Sozialhilfe
03.03.2003 19:24 Uhr
Die Problematik von 'arbeitsunwilligen' Sozialhilfeempfängern sehe ich häufig daran, wenn durchaus gesunde Sozialhilfeempfänger sich vor der Arbeit für die Gemeinschaft drücken wollen und sich krank schreiben lassen wollen. Da höre ich oft: für die paar Euro soll ich arbeiten gehen. Keiner dieser Mitbürger denkt dabei daran, dass ich und alle anderen Steuerzahler diese Sozialhilfe schließlich finanzieren. Ich denke, dass es deswegen eine leistungsorientierte Sozialhilfe geben sollte: Deckung des Lebensunterhaltes plus Entgelt für Tätigkeiten, die dem Gemeinwohl zugute kommen. Entbindung von dieser Tätigkeit natürlich auch bei Krankheit - nach den gleichen Kriterien, wie bei allen Arbeitnehmern. Umfirmierung des Begriffes Sozialhilfe in 'Sozialgehalt'.
Peter Krieger
Betr.: Merkel fordert Militärhilfe für Türkei
02.03.2003 20:04 Uhr
Da hat sein Mädchen ja recht (Bezeichnung H. Kohl Kanzler i.R. über Frau Merkel). Der Kanzler vertritt mit seiner Meinung nicht alle Deutschen. Aber, und das muß man Frau Merkel anlasten, sie hat verschwiegen, dass Herr Schröder die Meinung der absoluten Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands zum drohenden Irak-Krieg klar vertritt. Was für eine Frau! Außenpolitisch aufsehenderregend!? Innenpolitisch die entscheidende Kraft!?.
Die Wunschvorstellungen Frau Merkels bewegen sich absolut an der Wirklichkeit vorbei! Betrachtet man die politischen Leistungen Frau Merkels als Ministerin der Kohl-Ära, so stellt man eins fest! Schwach angefangen, aber dann stark, sehr stark nachgelassen! Wessen Meinung bzw. Interessen will sie denn überhaupt in den USA vertreten haben? Da mochte Frau Merkel sich nicht mehr zu äußen.
War die Handtasche, die sie bei einem ihrer außerordentlichen ermüdenden Auftritte zur Schau stellte, der politischer Höhepunkt ihrer USA-Reise oder waren es am Ende gar der Wunsch, nur einmal mit Frau Tatcher verglichen zu werden? Jedenfalls hat die Reise von Frau Merkel nichts gebracht, außer dass sie ihr Mitteilungsbedürfnis auf der Weltbühne endlich einmal ausleben durfte. Herr Bush und Herr Rumsfeld haben sie sicherlich nicht zu ihrer zweiten Sicherheitsberaterin gemacht! Meint Frau Merkel etwa, dass sie mit ihrem Verhalten der Bundesrepublik und deren Bürgern einen Dienst erwiesen hätte?