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Leserbriefe im April 2004

01. Apr 2004 16:30, ergänzt 27. Apr 2004 10:14
Ihre Meinung zu aktuellen Themen.

N. Shamsundar
Betr.: Köhler kritisiert Irak-Politik der USA
26.04.2004, 23:54 Uhr
I read the articles on Koehler's comments with interest. May I share this quotation from Mr. Winston Churchill with you?

«We can always trust the Americans to do the right thing ... after they have tried all the alternatives.»

The problem is that we have only enough time and money and lives for trying one alternative: the right thing; that, however, is quite far from the alternative that is being tried out first.

Gerhard Dörries
Betr.: Köhler kritisiert Irak-Politik der USA
26.04.2004, 15:58 Uhr
Das Gerangel um das höchste Amt der Bundesrepublik geht also weiter. Das Gezeter der CDU wäre groß gewesen, hätte Frau Schwan diese USA-Kritik geäußert. Man darf gespannt sein, ob sich die Chancen für eine Bundespräsidentin dadurch verbessern - entschiede das Volk über das Amt, hätte Frau Schwan die besten Chancen - zu Recht!

Dr. Irene Runge
Betr.: Liberale Juden fordern Öffnung des Zentralrates für alle Juden
13.04.2004, 10:49 Uhr
Als Vorsitzende des Jüdischen Kulturvereins Berlin e.V., der sich 1989/90 in Ostberlin gründete und sich seither vergeblich um eine Unterstützung durch den Zentralrat bemüht hat, darf ich folgendes ergänzen: Der Jüdische Kulturverein Berlin e.V. ist zwar keine Religionsgemeinde und hat sich niemals als eine solche verstanden, dennoch wurden wir jahrelang als angeblich liberale Gemeinde durch den Zentralrat denunziert.

Da wir nachweislich seit 1990 diese Integrationsarbeit leisten, haben wir uns beim Zentralrat im letzten Frühjahr um finanzielle Förderung bemüht, diese aber nicht bekommen.

Der Jüdische Kulturverein Berlin e.V. ist eine säkulare jüdische Einrichtung. Wenn es also um die Frage des Respekts vor jüdischer Vielfalt geht, dann bitte auch die nicht-religiösen Vereine einbeziehen. Wir sind vielleicht der bekannteste Verein, doch nicht der einzige. Jüdisch-russischsprachige Gruppen haben sich überall in Deutschland zusammengeschlossen und werden nicht anerkannt, die Gemeinden (Zentralrat) sehen hier eine Gefahr der Ab- oder Aufweichung. Vielfalt aber bedeutet für uns, dass die jüdische Bevölkerung insgesamt gesehen wird und zwar nicht nur dann, wenn sich deren Angehörige in religiösen Organisationen anmelden. Wir brauchen einen Dachverband aller jüdischen Einrichtungen, seien sie weltlich oder religiös, und keine Erweiterung der Vorrechte der Religiösen. Wir brauchen viele Stimmen gerade auch heute, wo wieder einmal an der Einwanderungsrealität gebastelt wird und auf Briefe keine Antworten kommen.

Dieter Uh, Eschborn
Betr.: Ex-«Spiegel»-Autor Schumann über die Vor- und Nachteile der Windenergie
13.04.2004, 9:57 Uhr
Hochachtung, Herr Schumann, und nicht von Aust unterkriegen lassen !! Dieser Artikel jetzt ist ein ziemlich unseriöses Pamphlet: Ich lasse ja gerne mit mir über Vor- und Nachteile, Probleme und Fehler (die passiert sind und weiter passieren werden) reden und kritisch diskutieren, aber diese zwar geschickte, aber dennoch immer wieder assoziativ unterstellende Schreibweise über «Korruption», «Kosten» und den «Windkraft-Wahn» (und die Linie Clements) sind schon schwer (v)erträglich. Man sollte das gleiche Titelbild einmal mit einem Bild der ostdeutschen Braunkohlegebiete unterlegen; der entsprechende Titel wäre dann «Der Braunkohlewahn»- aber darüber redet ja keiner mehr, die 17 Milliarden Mark für die Renaturierung sind «natürlich» nur der Planwirtschaft der DDR anzulasten.....und sind allerdings echte Subventionen.

Roy Schwarz
Betr.: 470.000 demonstrieren gegen Sozialabbau
10.04.2004, 08:22 Uhr
WIR sind das Volk und nicht die in Talkshows herumplappernden Damen und Herren der sogenannten Regierung Schröder. Sie sind lediglich (noch) Nutznießer eines Systems, das Showeffekte und rhetorisches Seifenblasen mehr würdigt als das Produkt selbst, das eigentlich von der Regierung gestaltet und in eine Wirklichkeit eingebracht werden sollte, in Form von wirkungsvollen Gesetzen. Wenn ich als Schreiner einen Auftrag bekomme, einen Schrank zu bauen und liefere dem Kunden eine handvoll zusammengenagelter Kisten vom Aldi, die bei der Montage in sich zusammenstürzen, so wird der Kunde mit Recht reklamieren. Warum sollte es bei der Truppe in Berlin anders sein?! Allerdings habe ich das Gefühl, das größere Umbauten in unserem System notwendig sind. Die nächsten Schwätzer kommen bestimmt! Leider.

Brigitta Huhnke
Betr.: Ex-«Spiegel»-Autor Schumann über die Vor- und Nachteile der Windenergie
09.04.2004, 16:20 Uhr
Ein bisschen wundert mich die Aufregung des Kollegen Schumann schon. Mit seriösem Journalismus hatte der «Spiegel» noch nie etwas zu tun. Die «Recherchen» beschränken sich in der Regel auf das Einholen von «Quotes», die im Zweifel auch noch umgeschrieben werden. Jede und jeder kann anhand der 6 journalistischen Ws nachprüfen, wie erbärmlich der Gehalt ist. Die Erzählstruktur läuft zudem in der Regel jeder Art von Logik zuwider. Diese Probe kann jede Schülerin einer 10. Realschulklasse machen.

Neben «Bild» und «Focus» ist der «Spiegel» das Blatt des Neoliberalismus, war immer gegen die Ökologiebewegung, außerdem frauenfeindlich und rassistisch. Zudem habe ich noch nie in meinem Leben zuvor oder danach miterleben müssen, wie sich Menschen derartig unterwerfen. Keiner der Herren Redakteure macht in der Redaktion den Mund auf. Angstschweiß liegt in den Gängen. Und draußen oder im Sekretariat geben die Spiegel- Männchen den Macker. Deshalb triefen die Geschichten auch nur so vor Hass. Eine Ehemalige, die allerdings nicht 18 Jahre gebraucht hat, um das zu begreifen.

Wolfgang Mayer
Betr.: Opposition für Senkung der Lehrlingsgelder
06.04.2004, 20:46 Uhr
Selbstverständlich erhalten Lehrlinge seit vielen Jahren zuviel Lehrlingsgeld. Ich kann zwar gut verstehen, dass heute ein(e)17jähriger gerne in eheähnlichen Verhältnissen im eigenen Haushalt leben möchte, nur kann dieses nicht die Wirtschaft mittels Lehrlingsgeldern bezahlen. Rechnen Sie doch einmal nach, was eine Stunde Anwesenheit eines Lehrlings im Betrieb kostet!! Bei mir locker und deutlich mehr, als eine Arbeitsstunde einer ausgebildeten Kraft. Warum sollte ich also einen Azubi beschäftigen? Diese Umstände sind seit Jahr und Tag bekannt, es scheint jedoch eine gewisse Scheu zu bestehen, diesen Sachverhalt auszusprechen und somit das Kind beim Namen zu nennen.

Jerzy Wasner, München
Betr.: 470.000 demonstrieren gegen Sozialabbau
04.04.2004, 23:11 Uhr
Die Demos in Köln / Stuttgart und in Berlin begrüße ich sehr. Unser Land braucht eine soziale Revolution. Die Obrigkeit (Regierung), vor allem unser Basta-Kanzler Schröder, hat bis heute weder die Probleme des Landes, noch die Wähler ernst genommen. Die Herrschaften in Berlin sind bis heute mehr mit sich selbst und ihrer Machterhaltung beschäftigt, als mit ihren aufgetragenen Aufgaben. Das Jahr 2004 ist und wird der Untergang der SPD und Herrn Schröders sein. Nicht nur die Proteste in diesem Jahr werden ein Albtraum sein, vor allem die Landtagswahlen. Wer nicht freiwillig geht, wird er zum gehen gezwungen, aber gleich mit der ganzer Mannschaft.

Felix Eisele
Betr.: Bayern führt 42-Stunden-Woche ein
01.04.2004, 06:41 Uhr
Es ist leicht zu beschließen, dass Untergebene des Bayrischen Kini, in Zukunft 42 Std. pro Woche arbeiten müssen. Alle müssen sparen daher ist es nur recht, dass die Arbeitszeit verlängert wird. Hier nun mein Sparvorschlag: Die Abgeordneten egal welchen Parlaments verzichten freiwillig auf die Hälfte Ihrer üppigen Bezüge sowie die verschiedenen Bezüge aus Ihren «ehrenamtlichen» Tätigkeiten (Mitglieder in den verschienen Vorstands- und Aufsichtsratsposten) und siehe da Deutschland ist auf einen Schlag saniert.

MinisterInnen die Ihres Posten behoben werden melden sich anderntags beim Arbeitsamt und erhalten Arbeitslosenhilfe, kein Übergangsgeld sowie sonstige Vergünstigungen. Desweiteren müssen sich alle in einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden und Ihre Beiträge bezahlen, und somit ist wieder eine «Loch» gestopft. Es gibt dann keine unsinnigen Beschlüsse in den Parlamenten, denn dann müssten die Abgeordneten über Ihren eingenen Geldbeutel beschließen und das tut bekanntlich weh.

 
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