19. Jan 2007 13:15, ergänzt 28. Jan 2007 16:00
Ihre Meinung zu aktuellen Themen.
Stephanie Menner
28. Januar, 13:04
Betr. Massen-Demo gegen Irak-Krieg in Washington
Mir fällt immer wieder auf, dass Ihre Berichterstattung über die USA und den Irakkrieg einen Unterton hat, der mir sagt, dass Sie prinzipiell gegen den Irakkrieg sind. Das war ich auch, als es zur Debatte stand. Aber heute, so denke ich, muss man die Frage nicht mehr so stellen. Heute muss man sich nach der Verantwortung fragen. Haben die USA nicht durch den Irak-Krieg und die Beseitung der Regierung eine Verantwortung für die Entwicklungen dort übernommen? Haben sie nicht eigentlich die Pflicht, so lange mit militärischer Präsenz dort zu bleiben, bis die Sicherheit der Normalbürger gewährleistet und die Wahrscheinlichkeit für einen Bürgerkrieg minimiert ist? Das wären eher die Fragen, die man sich meiner Ansicht nach heute stellen muss.
Betrachtet man diese Fragen, dann muss man jedoch die Massenproteste gegen die weitere Entsendung von Truppen in den Irak eventuell anders bewerten. Ich für meinen Teil sehe die USA in einer Verantwortung. Und ich sehe für die USA keinen anderen Weg, als mittelfristig die militärische Präsenz deutlich zu erhöhen und langfristig eine nachhaltige Politik der politischen Bildung zu betreiben. Ziehen sie sich jetzt zurück, haben sie es geschafft, ein Land von einem stabilen Land, in ein Bürgerkriegsland zu wandeln. Was für ein großer Erfolg!
M. Dietz
27. Januar, 19:19
Betr. Litwinenko durch vergifteten Tee getötet
Nicht nur die russische Regierung hält das für Schwachsinn. Wenn der Kerl mit Polonium im Wert von 30.000.000 Mill. Dollar umgebracht worden sein soll, muss er, da metallische Gifte zu ca. 10 Prozent resorbiert werden, Polonium für 300.000.000 Mill. Dollar im Tee geschlürft haben. Metalle sind auch oft nicht so geschmacksneutral. Wieviel soll denn das Leben eines Ex-Spiones wert sein, wenn man bedenkt, daß Russlands Spione bestimmt auch etwas unauffälligere Hausmittel haben, wie zum Beispiel VX oder Anthrax-Derivate. Die Meldungen über diesen Kerl können Sie in der Rubrik alltägliche Aprilscherze abbuchen. Es gibt insbesondere im Bereich politischer Polizei ganz gewiss sehr viel billigere und unauffälligere Methoden, missliebige Verräter zu liquidieren.
Michael Wesemann
27. Januar, 11:51
Betr. Peter Hartz
Das ist ja mal wieder typisch, das Urteil wird mit den Anwälten und der Staatsanwaltschaft im Vorzimmer klar gemacht. Es gibt eine Geldstrafe, die Herrn Hartz nicht zum Empfänger seines eigenen Produkts macht, einen erhobenen Zeigefinger der Staatsanwaltschaft, ein Lächeln für die Pressefotografen und ab geht’s in der Bonzenlimousine mit Chauffeur. Und wieder hatte keiner den Mumm, einen hoch bezahlten Manager in den Knast zu schicken. Zwei Jahre auf Bewährung, das sollte wohl zu schaffen sein, das bekommen normale Bürger für Verkehrsdelikte oder Ladendiebstahl(gehört natürlich auch nicht in die Kategorie Lausbubenstreich...). Aber es war fast nicht anders zu erwarten. Man braucht sich nicht zu wundern wenn der Zorn des Volkes irgendwann seinen Siedepunkt erreicht. Warten wir es ab...
Tobias Wolf
27. Januar, 10:39
Betr. Struck will «Hartz»-Reformen umtaufen
Nach meinem Dafürhalten ist das Ansinnen des Herrn Struck durchaus löblich; nur stellt sich natürlich die Frage, ob lediglich die Umbenennung eines Reformpaketes, dessen Inhalt, welcher ja nun offensichtlich mit einiger krimineller Energie federgeführt wurde, nicht getrennt von der Namensgebung betrachtet werden kann, wirklich ausreicht. Eine Reform der Reform scheint mir nach den derzeitigen Erkenntnissen über die wirklichen Kompetenzen eines Herrn Hartz mehr als angebracht.
Enrico John
21. Januar, 10:25
Betr. Bahn weist Kritik an Krisenmanagement zurück
Gerne wird Kritik geübt. Und die Deutsche Bahn ist dabei besonders beliebt. Aber: diese selbsternannten Kritiker bewerten erstens den Grund der Einstellung des Bahnbetriebes nur unzureichend und zweitens lässt die Tonart erkennen, dass diese sonderbaren Leute nicht im geringsten über die komplexen Abläufe dieses riesigen Infrastrukturunternehmens bescheid wissen. Das ist nicht nur dumm, sondern im höchsten Maße peinlich. Die Unterbrechung des Betriebes führt zum Beispiel dazu, dass ein Zug, der nicht am Zielbahnhof ankommt, einen planmäßig nachfolgenden Einsatz nicht wahrnehmen kann. Man kann sich ausmalen, was passiert, wenn das die gesamte Struktur betrifft.
Die Wiederherstellung der Zugumläufe ist sehr kompliziert. Die Forderung nach Ersatzbussen fand ich lustig, waren die Straßen zum großen Teil auch nicht passierbar. Der Krisenstab wurde rechtzeitig eingerichtet und hat ordentliche Arbeit geleistet. Ich kann das beurteilen. Ich bin als Fahrdienstleiter bei der DB Netz AG beschäftigt und war an den Tagen im Dienst. Eines ist aber wieder deutlich geworden. Die Hilflosigkeit der Gesellschaft gegenüber Naturgewalten, die dabei entstehende Solidarität und Hilfsbereitschaft. Aber auch die kriminelle Neigung gewisser Leute, aus solchen Situationen Kapital schlagen zu wollen.
Brigitte Göddert-Hecker
19. Januar, 9:37
Betr. Fr. Pauli
Liebe Frau Pauli, ich finde es großartig, dass Sie den Mut hatten, für sich einzustehen! Es ist an der Zeit, dass wir die alten Normen abwefen und unserem inneren Impuls folgen... Auch wenn vermeintlich die «ganze Welt» gegen uns ist! Es stellt sich dann doch heraus, dass wir nicht allein dastehen mit unserer Sicht der Dinge und andere Menschen froh sind, wenn wir ihnen mit unserem Handeln ein Vorbild sind! Ein neues Miteinander, auch ganz neue Wege sind angesagt!
P.S. Ich möchte noch hinzufügen, daß ich keine CSU-Parteibefürworterin bin und dass es mir darauf ankommt, über das «Parteiliche», das Entweder-oder hinauszuwachsen, wenn der Impuls dazu da ist.
Erwin Tegtmeiner
18. Januar, 17:17
Einparteiensystem in Bayern
Es wäre zu wünschen, dass die Krise um Stoiber die CSU so schwächt, dass andere Parteien auch einmal eine Chance in Bayern bekommen und das Einparteiensystem aufgebrochen wird. Langsam wird es Zeit, dass die Demokratie auch in Bayern Einzug hält. Bis jetzt gibt es wirklich viele Parallelen zwischen Bayern und der früheren DDR.
Rüdiger Kammerhoff
18. Januar, 14:59
Betr. Anklage gegen Hartz, Volkert und Uhl
Obwohl es zu Beginn des Prozesses nach einem Deal ähnlich wie im Ackermann-Prozess aussah, traten hier doch noch wichtige neue Erkenntnisse bei der Verlesung der Zeugenaussagen am ersten Verhandlungstag zu Tage. Somit wurde erkannt, dass die einzigen Drahtzieher dieser Affäre doch Volkert und Uhl waren. Volkert wegen über Jahre gehender unverschämt hoher Geldforderungen und als Initiator der zahlreichen Lustreisen mit unappetitlichen «Beiprogrammen» und der heutige SPD-MDB Uhl wegen Forderung des unkontrollierbaren Reiseabrechnungsverfahrens als damaliger BR-Geschäftsführer.
Erst dadurch wurde doch der Missbrauch über Jahre ermöglicht. Natürlich trägt Hartz als damaliger Vorstand die volle strafrechtliche Verantwortung dafür, die er ja auch über seinen Rechtsanwalt einräumen ließ. Aber ein «herzlicherer Empfang» wie bei Hartz sollte doch beim Prozessauftakt gegen Volkert in Braunschweig und eventuell von Uhl in Wolfsburg bereitet werden. Hier wurden doch alle recht schaffenden Mitarbeiter von ihren so genannten Arbeitnehmervertretern maßlos bitter enttäuscht.
Gitta Gerken
15. Januar, 18:34
Betr. Scientology
Sehr verwundert bin ich über die große Resonanz, weil die Firma Scientology in unserer Bundeshauptstadt Berlin einen neuen Firmensitz eröffnet hat. Ich selbst war von 1987 an Mitglied von Scientology. Allerdings war ich keine Berufsscientologin. Im Sommer 1995 weigerte ich mich, mich noch weiterhin scientologisch behandeln zu lassen. Damals war ich durch die jahrelange scientologische Dressur zu einer Person gemacht, die zwar noch aussah wie ein Mensch, aber innerlich ein Niemand war.
1987 lernte ich zudem in der Scientology meinen späteren Ehemann kennen. Er war ein begeisterter, später ein extrem fanatisch und hochtrainierter Scientologe, der sein vollständiges Glück in seinem Leben in der Scientology erlebte. Seine Ziele waren ausschließlich die Ziele der Scientology, sein Denken war das der Scientology und seine Taten in seinem Leben und im Leben der anderen waren die, die die Technology der Scientology vorschrieben.
Als ich begann, an der Scientology zu zweifeln - und das war sogar recht früh - wurde ich stets scientologisch gegen meine Zweifel «behandelt». Erschwerend war, dass ich durch meinen Mann auch stets in unserer Privatsphäre, die es ja überhaupt nicht gibt und sich nur noch so nennt, scientologisch «behandelt» wurde. Ich war somit in einer doppelten scientologischen Gefangenschaft.
Sämtliche Werte und Vorstellungen, die mir vor meinem Leben als Scientologin wichtig und lebenswert waren, wurden mir «weggemacht». Ich versündigte mich bei meinen Kindern, was ich mir bis heute noch nicht verziehen habe, opferte meine berufliche Karriere, opferte meinen sämtlichen Wohlstand, opferte meine Gesundheit etc, und behaupte, dass ich seither an Körper, Geist und Seele unermesslich geschädigt bin.
Lothar Friedel
13. Januar, 10:26
Scientoly-Repräsentanz in Berlin
Verfolgt man die Repräsentanz der Scientology Sekte in Berlin seit längerem, so kommt man nicht davon ab, zu bemerken, das die Scientology Sekte schon seit Anfang der Achtziger Jahre öffentlich ihr Unwesen in Berlin treibt. Die Scientology Senkte hat Ende der 70 Jahre, im damaligen Westen von Berlin, zuerst versucht, Angehörige des 6941st GUARD BATTALION BERLIN zu Rekrutieren. Was ihnen auch teilweise bei einigen ´gelang.
Denn zuerst wurden einige Führungspersonen dieser Wacheinheit rekrutiert. Und sollte jemand unter diesen Führungspersonen befördert werden, so wurde ihm eine Mitgliedschaft bei Scientology empfohlen. Um seine Aufstiegschancen zu erhöhen. Treffen und Veranstaltungen wurden damals in amerikanischen Armeeeinrichtungen mit Militärangehörigen und Zivilangestellten abgehalten. So schaffte es die Scientology Sekte, bei den Zivilangestellten der US-Armee eine gewisse Öffentlichkeit herzustellen.
Mitte der Achtziger Jahre hatte die Scientology Sekte eine kleine öffentliche Repräsentanz in der Sonnenallee Ecke Pamirstraße im Bezirk Neukölln. Diese verschwand aber wieder ganz schnell, da zu diesem Zeitpunkt sich keiner der dort lebenden Bürger für das Werben der Scientology Senkte interessierte.
Mitte der Neunziger Jahre versuchte die Scientology Sekte in der Allerstraße im Bezirk Neukölln mehrere Wohnhäuser zu kaufen. Was auch teilweise nur unter Protest der damaligen Anwohner gelang. Denn die Scientology Sekte versprach sich sehr hohen Profit von den zu erhöhenden Mieteinnahmen. Denn zu diesem Zeitpunkt sollte schon der Flughafen Tempelhof geschlossen werden und zu einem Neubaugebiet erschlossen werden.
Was nicht ausschloss, dass die Grundstückspreise in der Umgebung des Flughafen Tempelhof steigen würden. Sollten nun die jetzigen Berliner Politiker der Meinung sein, dass man die Scientology Sekte nicht beobachten müsste, so sollte man zumindest der Scientology Sekte untersagen, den Schriftzug «Kirche» an ihrer Repräsentanz anzubringen- da die Scientology Sekte keinen Status einer Kirchengemeinde hat und nicht als Kirche oder Glaubensgemeinschaft in Deutschland zugelassen ist. Man sollte also der Scientology Sekte unter Strafandrohung eines Zwangsgeldes in einer nicht unerheblichen Höhe anordnen, dass der Schriftzug zu entfernen ist.
Heinz Gerhard Vogelsang
13. Januar, 7:40
Betr. Wo stehen wir in Deutschland?
Dass der Widerstand der CSU gegen die Zwangsreform der Frau Schmidt zusammenbricht, weil Stoiber hausgemachte Schwierigkeiten hat, ist erbärmlich. Wird Beckstein Nachfolger, kann sich Bayern nur noch bekreuzigen, denn dieser will jeden in einer psychiatrischen Anstalt wegsperren, von dem er Widerstand auch nur befürchtet.
Einen Grund findet Beckstein immer, in seinem Dekret genannt sind der übermäßige Kaffee-Genuß und die Befassung mit der Kräuterheilkunde. Widerstand gegen einen unmenschlichen Staat: jedes Aufflackern des Lebenslichtes wie der Vorschlag zum längeren Bezug des Arbeitslosengeldes für Ältere wird vom jeweils anderen Koalitionspartner erstickt, sodass HARTZ-IV-Sklaven nur noch der Hungerstreik bleibt.
Frank Haybach
13. Januar, 00:04
Betr. Beckham
Hollywood bereitet alles vor - alles läuft nach Plan - bisher. Eine neue Stufe wird mit Beckham erreicht - Biggest Footbal Deal Now by David Beckham. Die Millionen bekommt er zurecht und was für einen Abgang in Europa und ab in die neue Welt. LA Galaxy kann kommen und bekommt bestimmt das Doppelte zurück und Beckham noch für 5 Jahre mit dazu - ein Riesen-Event und alles für American Kids Football. Super gemacht, Tom, und in 3 bis 5 Jahren spielt Beckham den BOND - das Superding. Beckham hat die Statur, sportlich und den Drive und den Ehrgeiz und Willen dazu, JAMES BOND zu spielen Er ist ganz aus Tradition Engländer und zu allem bereit, über Galaxy nach Hollywood zu kommen mit dem dafür wohl bestens geeigneten Produzent, und Tom wird dann für David die Verträge machen. Casino Royal ist schon Geschichte es geht nur darum, den nächsten Besten zu garantieren, der die Kasse wieder voll macht - ein gutes Gelingen, Mr. Beckham, in LA GALAXY und für JAMES BOND.
Martin Protz
12. Januar, 11:23
Betr. iPhone zielt auf «Wir-Gefühl» der Apple-Fans
Herr Friedrich irrt. Er argumentiert mit Herdentrieb und angeblich vergleichbaren oder besseren Produkten anderer Hersteller. Das hat er mit vielen eher technikaffinen Männern gemein, die glauben, ihr Beurteilungssystem von Technik sei das einzig richtige, einzig mögliche und einzig wahre.
Großer Irrtum! Apple-Produkte haben eine unübertroffene Simplizität und Intuitivität in der Bedienung - Männer wie Hr. Friedrich haken das als gute Usability ab und halten es für eine unter vielen zu vergleichenden Eigenschaften. Ist es aber nicht. Usability ist _die_ Eigenschaft eines Produktes, die im Alltagsgebrauch letztlich den Ausschlag über die Freude am Umgang mit dem Gerät gibt. Alles andere ist letztlich zweitrangig - ob es schnellere, schönere, mit mehr Features ausgestattete Geräte gibt, ist vollkommen egal.
Auch ein hässliches, langsames Gerät, das genau das tut, was der User intuitiv erwartet, kann ein Renner werden. Natürlich erst recht, wenn es nicht hässlich und nicht langsam ist. Technikfans wie Hr. Friedrich vergleichen Spezifikationen und glauben, alle, die das nicht tun, sind dumme Schafe, die ihrem Herdentrieb folgen.
Mal abgesehen von der Arroganz ist diese Einstellung verantwortlich für eine Unmenge an leistungsfähigem elektronischen Gerät, das nie zu mehr benutzt wird als zur Erfüllung seiner elementaren Funktionen, weil stundenlanges Studium von Betriebanleitungen eine Zumutung ist, der sich nur wenige (Hr. Friedrich!) aussetzen mögen. Ich bin froh, dass es zumindest _eine_ Firma gibt, die diesen jahrzehntealten, unausrottbaren Unsinn, diesen Feature- und GHz- Aberglauben überwunden hat und Produkte anbietet, die für die Befriedigung der Kundenbedürfnisse entwickelt wurden und nicht zur Technomanie der Ingenieure.
Axel Feuerberg
11.Januar, 12:28
Betr. Pleite für die ARD
Es ist sehr schade, nicht - wie erhofft- einen der hellsten Köpfe der deutschen Moderatoren dort zu sehen, wo er hingehört: im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, zur besten Sendezeit und mit aktuellen und/oder politischen Themen befasst. Aber wenn der ARD bzw. ihrer Intendantin ein paar mühsam zurückgewonnene Einschaltquoten zu Kopf gestiegen sind und sie meint, Herrn Jauch - sagen wir mal freundlich - nicht erpressen, sondern unter Druck setzen zu können, kann ich ihn zu seiner Entscheidung nur beglückwünschen. Wenn die ARD meint, Herrn Jauch oder Herrn Wasmeier oder andere «Freiberufler» festbinden zu können, wird sie über kurz oder lang alle guten Leute an die Privaten verlieren und sich selbst abschaffen. Rufe danach gab es ja schon oft genug. Und das wäre dann wirklich sehr, sehr schade.
Edelgard Werthenbach
10. Januar, 21:41
Betr. Hart aber unfair
Ich habe die heutige Sendung «Hart aber fair» um 21 Uhr abgeschaltet, weil sie unerträglich wurde. Das Publikum hat geklatscht, wenn jemand unsachlich mit Unterstellungen auf andere einschlug. Kein einziger hat geklatscht, wenn jemand solidarisch und sachlich argumentierte.
Lieber Herr Joerges, ich habe Ihre Meinung immer sehr geschätzt, besonders zu Zeiten des Wahlkampfes. Seit sie aber in der «Münchner Runde» und in «Hart aber fair» so unsachlich und sogar mit gemeinen Unterstellungen argumentierten, sind sie für mich nicht mehr glaubwürdig. Ich denke, die Deutschen brauchen immer einen, auf den sie hetzen können, dann sind sie interessiert. Ist es gerade mal Herr Bush nicht, dann ist es Herr Stoiber. Die Leistung von Herrn Stoiber wird nicht beachtet, dafür aber Äußerlichkeiten, die mit der Führung eines Landes nichts zu tun haben. Dieselben Leute sind es, die unbedingt ein Antidiskriminierungsgesetz haben wollen.
Alexander Gregor
10. Januar, 13:27
Betr. «Mein Führer» empört Zentralrat der Juden
Diese Diskussion musste ja aufkommen. Ich befinde mich mit meiner Grundeinstellung sehr, sehr weit entfernt von rechts, und ich bin froh über die Entwicklung, die sich in den letzten paar Jahren ergeben hat und die endlich den großen Angstschleier der Deutschen von diesem Thema zieht. Wie lange sollen wir Deutsche denn noch durch die Welt laufen und demonstrieren, dass wir noch nicht sehr weit weg sind von diesem schwarzen Teil unserer Historie? Ich denke, man soll auch mal über Hitler lachen dürfen, denn das nimmt ihm seine Unantastbarkeit, seine Macht, die einige Personen anscheinend gerne als Ermahnung über den Deutschen halten möchten.
Herbert Gaiser
10. Januar, 10:24
Betr. Stoiber plant Entschuldigung für Bespitzelung
Die Entscheidung der CSU-Führung in Kreuth war richtig. Es gibt zur Zeit keinen Politiker, der nur annähernd das Format von Edmund Stoiber hat. Er hat Bayern zum High-Tech-Spitzenland in Europa gemacht, er hat erstmalig und einmalig in der Bundesrepublik einen Haushalt ohne Neuverschuldung zustande gebracht und er hat auch in der Wissenschaft Bayern als Zukunftsland positioniert. Unter seiner Führung wurde Bayern das Land mit der stärksten Wirtschaftskraft und der geringsten Arbeitslosigkeit. Beschämend ist, dass auch ein Teil der CSU-Mitglieder dieses ekelhafte Schmierentheater der letzten Wochen, das nun sicherlich beendet ist, mitgemacht hat.
Rüdiger Kammerhoff
9. Januar, 13:19
Betr. Osterloh will Piech unterstützen
Hat man bei VW aus der Hartz-Volkert-Uhl-Affäre bisher denn gar nichts dazugelernt? Während die Gerichtsverfahren von Hartz, Volkert, Uhl und anderen noch nicht begonnen haben und die Rolle von Piech dabei immer noch völlig im Dunkeln liegt, macht die damalige linke Hand von Volkert Bernd Osterloh sich bereits jetzt schon auf der Autoshow in Detroit stark für Piech, für die Verlängerung seiner Amtszeit als Aufsichtsratschef von Volkswagen.
Was hat eigentlich ein Arbeitnehmervertreter im Tross von Piech und Winterkorn auf der Autoshow in Detroit zu suchen? Ist hier wieder eine Betriebsratsbegünstigung des Vorstandes oder Aufsichtsrates im Gange? Ist der Osterloh später auch in der Piech-Loge beim Opernball wie damals Gerhard Schröder zugegen? Wahrscheinlich wäscht hier wieder eine Hand die andere! Oder handelt Osterloh hier nur aus parteitaktischen Gründen mit Piech gegen Wulff? Dann wäre er als Arbeitnehmervertreter schon gar nicht mehr tragbar. Wir Deutsche können nur stolz auf gute Journalisten sein, die diese Schweinereien bisher aufdeckten und auch sicherlich den ganzen Eisberg noch erforschen werden.
Gunther Schirmer
8. Januar, 22:30
Betr. Zoff um Karriereberatung für Henrico F.
Es wird immer verrückter mit diesem Kerl. Hat denn noch niemand begriffen, dass der überhaupt nicht daran denkt zu arbeiten. Das kann er ja auch gar nicht mehr. Man stelle sich vor, der erscheint mal auf einer Arbeitsstelle. Was da los ist. Das tut sich doch kein Arbeitgeber an. Womit er jetzt Geld machen kann, ist eine Tournee durch alle Talk-Runden. Das soll er ausnutzen. Dann hat er wieder für einige Zeit Kohle für sein täglich Bier. Und dann sieht man weiter. Unmöglich! Was der Beck da losgetreten hat, nur weil er seinen Mund nicht halten kann. Der Babbler.
Philipp Schönbrodt
7. Januar, 12:51
Betr. Israel, Iran, Atomschlag
Selbst wenn ich davon ausgehe, das die Israelis mit einem atomaren Erstschlag, das Atomprogramm der Iraner auf unbestimmte Zeit verschieben könnten, bleiben mir hier noch ein paar offene Fragen:
Betreffend: 1. Die global-ökologischen Folgen. 2. Die Sozialen Folgen vor allem in der arabischen Welt. Und 3. Mit welchen, politischen, sozialen und millitärschen, (terroristischen) Reaktionen rechnen die Kombatanden nach einem atomaren Erstschlag weltweit? Wenn diese globalen Bedrohungen bekannt sind... Lohnt sich Dann dieser Millitärschlag?
Die Europäer haben eine gewisse Übung darin, mit Atommächten zu verhandeln und mit ihnen in «Frieden» zu leben. Und in dieser Übung, so scheint es mir, liegt der Lebenswille in einer sehr kostbaren Form vor: Die Fähigkeit, sich eine Freiheit, und eine angemessene Lebenqualität zu erhalten obwohl eine lebensbedrohliche Situation besteht, mit der Option dieser Situation durch Diplomatie und Ökonomie entkommen zu können. Nach einem atomaren Erstschlag wohl fast und auf lange Zeit undenkbar.
Gunther Schirmer
7. Januar, 11:21
Betr. Rheinland-Pfalz will keine Gäfgen-Stiftung
Wie krank muss man sein, dass man überhaupt über ein solches Ansinnen diskutiert. Eine Mörderbestie erdreistet sich, die menschliche Gesellschaft, zu der er nicht mehr gehört, in solcher Weise zu beleidigen. Und sein «Anwalt» unterstützt ihn noch dabei. Sicher aus publizistischen Gründen, anders ist es nicht zu erklären. Der Mörder soll froh sein, in so einem liberalen Land zu leben. In den USA beispielsweise würde er gegrillt werden. Aber dort hätte man sein Opfer vielleicht retten können. Denn dort hätte er ganz schnell ausgespuckt, wo er sein Opfer gefangen hält. Ohne dass die Polizei diskriminiert worden wäre.
Frank Dohrmann
3.Januar, 12:55
Betr. Schäuble und sein Verteidigungsfall
Es tut sich immer leicht, gerade mit dem Leben der anderen zu spielen, wenn es einen selbst nicht betrifft. Besser noch: Von unten läßt es sich immer besser betrachten, wie es denen da oben wohl geht. Sie würden es doch wohl auch nicht lustig finden, wenn man einen Rollstuhlfahrer zum Ersaufen in die Spree karrt, nur weil der den Rollstuhl Schiebende einen Terroranschlag hätte verüben können, wollen, sollen oder auch nicht - oder? Hat nach dem Grundgesetz nicht gerade das individuelle Leben ein Grundrecht auf privilegierten Schutz - auch gegen den Staat und auch gegen solcherlei Abstrusitäten - oder verstehe ich da etwas falsch, Herr Jurist?
Philipp Wichmann
2. Januar, 23:19
Betr. Somalia
Äthiopien und die somalische Übergangsregierung führen unterstützt von den USA einen Krieg gegen Islamisten. Somalia ist ein muslimisches Land. So besagt die föderale Verfassung Somalias, dass die Gesetze nicht im Widerspruch zum Islam stehen dürfen. Es kommt die Frage auf, warum Islamisten aus einem muslimischen Land vertrieben werden sollen?
Es ist zunächst wichtig zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden. «Der Islamismus bezeichnet die meist militante, politische Forderung nach Wiedereinführung der klassischen islamischen Gesetze, der so genannten Scharia.» Der Islam ist eine Religion, Islamismus hingegen eine radikale Überzeugung, gesellschaftliche Probleme mit Hilfe des Islams lösen zu können.
In Somalia gab es vor dem andauernden Krieg viele gesellschaftliche Probleme, da das Land von 15 Jahren Bürgerkrieg und Chaos stark geschunden war. Ausgerechnet den Islamisten wurde vor dem Krieg nun jedoch von großen Teilen der Bevölkerung nachgesagt, dass sie wenigstens für Stabilität und Ordnung im Land gesorgt hätten.
Dieselben Gründe gibt Äthiopien später als Kriegsziel an. Es werden also genau die aus Somalia vertrieben, die für Ordnung gesorgt haben sollen: ein widersprüchliches Verhalten. Aus Perspektive der somalischen Bevölkerung waren nicht die Islamisten das Problem, sondern die verschiedenen rivalisierenden Warlords, die mit ihren Milizen um Macht wettstreiteten.
In keinster Weise darf gutgeheißen werden, dass die Islamisten die Freiheit der Bevölkerung durch Kinoverbote und weitere Einschränkungen stark reglementierten, es wird jedoch deutlich, dass dies nur eine Seite der Medaille war und dass dem Willen der somalischen Bevölkerung bei diesem Krieg wenig Beachtung geschenkt wird.
Der Islam gilt in Somalia als gesellschaftlich verbindendes Element. Das Land war gerade dabei sich auch mit Hilfe der Religion selbst zu organisieren, wenn auch teilweise auf zu radikalem Weg. Doch ist dies ein Grund Somalia einem Krieg zu unterwerfen? So wurde einem Land, das sich laut Bevölkerung gerade von der Anarchie herkommend hin zu ein wenig mehr Ordnung bewegte, ausgerechnet in diesem Moment der Krieg erklärt.
Die Gründe hierfür sind vielschichtig, da viele Interessengruppen in Somalia ihre Hände mit im Spiel haben. Was unter dem Strich bleibt, ist jedoch der Eindruck, dass in diesem Krieg an vieles gedacht wird, nicht jedoch an die Interessen der Bevölkerung. Vielmehr spielen außenpolitische Interessen verschiedener Länder, wie zum Beispiel Äthiopiens und der USA, eine Rolle. Ob diese Interessen der Bevölkerung helfen werden, wird die Zukunft zeigen. Viele Beispiele, wie zum Beispiel der Irak, deuten jedoch auf das Gegenteil hin.
Christa Maria Langmaier
1.Januar, 21:13
Betr.: Affäre Pauli
Es ist leicht verständlich, dass Herr Stoiber von den Medien unter Druck gesetzt wird. Schließlich versucht er gegen eine Gesundheitsreform anzukämpfen, die nicht nur den bayerischen Bürgern sehr schaden würde. Da passt es natürlich sehr, wenn ein im Grunde ziemlich belangloser Provinzskandal («Bespitzelung» soll bekanntlich an den besten Arbeitsplätzen vorkommen) unendlich in die Breite gezogen wird. Letztlich könnte diese «Affäre» Stoiber mehr nützen als schaden, da sich die CSU Fraktion schon aus bundespolitischen Gründen demonstrativ hinter Herrn Stoiber stellt.