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Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht: 

Bundestag stimmt EU-Reformvertrag zu

24. Apr 2008 12:30
Die EU bekommt eine neue rechtliche Grundlage
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Der Bundestag hat sich mit überwältigender Mehrheit für den Vertrag von Lissabon ausgesprochen. Die Vereinbarung stellt die EU auf eine neue rechtliche Grundlage.

Der Bundestag hat am Donnerstag dem EU-Vertrag von Lissabon mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit zugestimmt. Für das Gesetz stimmten 515 Abgeordnete. 58 Parlamentarier stimmten mit Nein, einer enthielt sich. Zur endgültigen Ratifizierung muss jetzt noch der Bundesrat am 23. Mai den Vertrag billigen. Anschließend muss Bundespräsident Horst Köhler das entsprechende Gesetz unterschreiben.

Union, SPD, FDP und Grüne hatten sich in der über zweistündigen Aussprache für die Verabschiedung ausgesprochen. Die Linke wandte sich dagegen. Weiter beschlossen die Abgeordneten, die Rechte des Parlaments bei Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof zu stärken. Abgelehnt wurde ein Antrag auf Einführung von Volksabstimmungen zu EU-Verträgen.

Erst wenn alle 27 EU-Mitglieder den Vertrag ratifiziert haben, kann er wie geplant am 1. Januar 2009 in Kraft treten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte den EU-Reformvertrag in der Debatte als «großes Projekt». Mit der Vereinbarung sei eine «solide Grundlage», auf der Stillstand und Blockaden überwunden werden könnten. «Der neue Vertrag ist gut für Europa.»

Die Vereinbarung stellt die EU auf eine neue rechtliche Grundlage. Der Vertrag von Lissabon soll an die Stelle der geplanten EU- Verfassung treten, die bei Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden gescheitert war. Bisher haben 9 der 27 EU-Länder den Vertrag abschließend gebilligt. Erst am Mittwochabend ratifizierte das portugiesische Parlament den Vertrag. (dpa)

 
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