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Gemeinsame Maßnahme gegen Krise: 

EU plant Konjunkturspritze von 130 Milliarden

19. Nov 2008 20:19
Die Wirtschaft soll belebt werden - auch die Bauwirtschaft
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Die EU-Kommission teilt zwar mit, eine politische Entscheidung sei noch nicht gefallen. Medienberichten zufolge scheint die Summe für das Paket aber festzustehen. Die Kanzlerin hätte bestimmte Ausgaben gern angerechnet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich laut «Financial Times Deutschland» für ein europaweites Konjunkturprogramm in der Größenordnung von rund 130 Milliarden Euro ausgesprochen. «Einen Impuls in der Größenordnung von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU können wir uns vorstellen», wird Regierungssprecher Ulrich Wilhelm von der Zeitung zitiert.

Das Programm solle sich aus Maßnahmen der EU und der Mitgliedsstaaten zusammensetzen, sagte Wilhelm dem Blatt zufolge. Nationale Programme wie das Wachstumspaket, das derzeit im Bundestag beraten wird, müssten dabei angerechnet werden. «Für uns ist nicht vorstellbar, dass unsere Maßnahmen nicht angerechnet werden», sagte Wilhelm.

Derweil bezeichnete die EU-Kommission einen Bericht über ein geplantes europäisches Konjunkturpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro als Spekulation. «Wir werden nächsten Mittwoch einen Plan mit Vorschlägen zur Erholung der Konjunktur vorlegen. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt zu früh, über Umfang und Details dieses Plans zu reden», erklärte der Sprecher von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Johannes Laitenberger, am Mittwochabend in Brüssel. «Es ist noch keine politische Entscheidung gefallen.»

Reform des Globalisierungsfonds

«Spiegel Online» hatte berichtet, die Kommission plane ein Konjunkturpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro. Die Mittel sollten zum Teil aus dem EU-Haushalt, zum Teil von den 27 EU-Mitgliedstaaten aufgebracht werden. Die EU-Kommission hatte den Plan zur Belebung des Wirtschaftswachstums Ende Oktober angekündigt. Barroso erklärte damals, geplant sei unter anderem eine Reform des EU-Globalisierungsfonds, um Opfern von Arbeitsplatzverlagerungen den Zugang zu Fördermitteln zu erleichtern.

Zudem sprach sich Barroso dafür aus, zusätzliche EU-Haushaltsmittel in den sogenannten Sozialfonds umzuschichten. Darüber hinaus will die Kommission den 27 EU-Regierungen Vorschläge für nationale Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft machen. Sie kann sie aber nicht verpflichten, solche Schritte zu ergreifen. (AP)

 
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