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Reparatur an der ISS: 

Astronautin Butterfinger im All

19. Nov 2008 11:00
Werkzeugtasche allein im All
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Heidemarie Stefanyshyn-Piper ist die erste Frau, die schwebend im All an der Raumstation ISS rumgeschraubt hat. Offenbar war sie dabei so aufgeregt, dass ihr etwas aus der Hand rutschte. Mit Video

Der Arbeitseinsatz der Astronauten der US-Raumfähre «Endeavour» ist trotz eines Zwischenfalles erfolgreich beendet worden. Dabei wurde das Scharnier eines Sonnensegels gesäubert und neu eingefettet, da es seit einem Jahr blockiert war. Die Energie des defekten Sonnensegels wird für den weiteren Ausbau der ISS gebraucht.

Ooops....   Blick von Stefanyshyn-Pipers Helmkamera auf die Tasche
Während der Reparatur verlor die Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper ihre Werkzeugtasche. Zuvor war eine Schmierpistole in der Tasche explodiert. Während sich die Astronautin den Staub von den Handschuhen abwischte, rutschte ihr die rucksackgroße Tasche mitsamt Inhalt aus der Hand und verschwand im All.

Es ist einer der größten Gegenstände, den je ein Raumfahrer im All verloren hat. Nach Angaben der Raumfahrtbehörde NASA stellt die Tasche aber keine Gefahr für die Raumfähre dar. Wenige Stunden nach dem Zwischenfall befand sich das Objekt bereits in rund vier Kilometer Entfernung von der an die ISS angedockten Fähre. «Sie ist auf einem guten Weg weg von uns», sagte Flugdirektorin Ginger Kerrick vor Journalisten. Stefanyshyn-Piper und ihr Kollege Steve Bowen konnten ihren Einsatz trotz der Panne nach knapp sieben Stunden beenden. Beide benutzten Bowens Werkzeuge gemeinsam.

Stefanyshyn-Piper ist die erste Frau, die bei einem Shuttle-Flug einen Außenbordeinsatz anführt. Insgesamt sind vier Ausstiege geplant. Es soll unter anderem ein weiteres Scharnier eines anderen Sonnensegels eingefettet werdn, um eine ähnliche Blockade zu verhindern.

Da fliegt sie hin...
Die «Endeavour» hatte in der Nacht zum Montag an der ISS mit rund 6,8 Tonnen Ausrüstung und Material für den Ausbau der Station angelegt. Wenn die Arbeiten beendet sind, sollen ständig sechs statt bisher drei Astronauten in der Station wohnen und arbeiten können. Zur Fracht der Raumfähre gehören ein Wasseraufbereitungssystem, ein Kühlschrank, neue und komfortablere Schlafplätze und ein Fitnessgerät. Zudem soll eine Wasserwiederaufbereitung mit einem komplett geschlossenen Wasserkreislauf getestet werden, die sogar Kondenswasser und Urin wieder zu Trinkwasser verarbeitet. Die Mission soll insgesamt 15 Tage dauern. Der nächste Außeneinsatz soll bereits am Donnerstag stattfinden. (nz/dpa/AP)




 
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