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Folgen des Klimawandels: 

Kein Pinguin-Futter unterm Ölteppich

01. Jul 2008 16:26
Auch Touristen setzen ihnen zu
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Auf der Suche nach Nahrung müssen viele Pinguine weite Strecken zurücklegen. Manche verlassen dafür ihre Kinder, andere brüten gar nicht mehr. Die Folgen sind drastisch.

Dass immer mehr Pinguinarten vom Aussterben bedroht sind, liegt amerikanischen Wissenschaftlern zufolge an der globalen Erderwärmung, der Ölverschmutzung der Meere, der intensiven Fischerei und dem Tourismus. Zudem signalisierten die kränkelnden Frackträger, dass die Weltmeere ebenfalls gefährdet seien, erklärte der Biologe P. Dee Boersma in der Juliausgabe der Zeitschrift «Bioscience».

In ihrer Studie brachten die Wissenschaftler der Universität von Washington den Rückgang der Pinguinarten mit dem allgemeinen Befinden der Südsee in Verbindung. «Jetzt sehen wir die Auswirkungen der Erderwärmung und der Umweltverschmutzung in den abgelegensten Winkeln der Welt», schrieb Boersma.

Den Untersuchungen zufolge sind zwölf von insgesamt 16 bis 19 Pinguinarten in Gefahr. Drei sind vom Aussterben bedroht, sieben gefährdet, bei zwei weiteren Arten nimmt das Gefährdungsrisiko zu. Vor 15 Jahren waren gerade einmal fünf bis sieben Pinguinarten in Gefahr, teilte die International Union for the Conservation of Nature (IUCN) mit, ein Dachverband von Naturschutzorganisationen.

Ölteppiche verdrängen die Tiere

Die Studie untersuchte besonders die weltweit größten Bestände des Patagonischen Pinguins am Punta Tumbo in Argentinien. Allerdings ging die Zahl der brütenden Paare seit Ende der sechziger Jahre bis 2006 von 400.000 auf 200.000 zurück. Bei den Afrikanischen Pinguinen waren es einst 1,5 Millionen. Derzeit brüten nur noch 63.000 Paare dieser Art. Ein Grund für den Rückgang der Pinguine am Punta Tumbo sind Ölteppiche.

Die Atlantikküsten von Argentinien, Brasilien und Uruguay werden regelmäßig von Ölteppichen verschmutzt, was den Tieren ihre Nahrungsquelle nimmt. Adéliepinguine müssen vor allem mit der Erderwärmung im Westen der Antarktis kämpfen. Dies bereite massive Probleme bei der Nahrungssuche, sagte der Biologe und Tierschützer Phil Trathan. Galápagospinguinen macht das El-Niño-Phänomen zu schaffen: Da das Wasser auf den Galápagosinseln zu warm geworden sei, müssten die Frackträger auf der Suche nach Nahrung weiter reisen als bisher, sagte Boersma. Oftmals verlassen sie dafür ihre Jungen. Nur einige Pinguinarten wie die Königspinguine vermehren sich weiterhin. (AP)

 
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