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Feng Shui im Klo

29. Aug 2008 19:25, ergänzt 30. Aug 2008 09:32
Wohlfühlen durch gute Schwingungen
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Rattenhirne, die Roboter steuern, die angeblich gefährlichste Maschine der Welt, Feng Shui und warum Wissenschaftler keine Lust mehr auf Kommunikation mit der Gesellschaft haben, verlinkt das Wochenendwissen.

Ziel von Feng Shui ist die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung. In den Scienceblogs wird nun ein Artikel über Feng Shui der Wiener Zeitung "Der Standard" verrissen. Ulrich Berger beschwert sich im Blog über die völlig unreflektierte und unkritische Herangehensweise an das Thema und sucht den Unterschied zwischen «echten» und «unechten» Feng-Shui-Beratern.

Gutes «Qi» landet in der Toilette

Über die Lage von Aborten in Wohnungen lernen wir da beispielsweise: «Gegenüber der Eingangstüre gelegen, zieht das WC das zur Türe hereinkommende gute «Qi» ab, es fließt in die Toilette und wird heruntergespült .» - Das soll so natürlich nicht sein.

Die wichtigsten Fragen im Feng-Shui drehen sich rund um die Geomantie und Radiästhesie, also um die Erdstrahlung und um die Globalgitternetzlinien, die die Erde umspannen. Dazu bemerkt «KaterTom», «Globalgitternetzlinien? Muss so was ähnliches sein wie die Höhenlinien, über die ich beim Bergwandern immer stolpere.»

Autor Berger findet, «spätestens mit dem Auftauchen der Erdstrahlung wird deutlich, worum es bei dem ganzen Unsinn eigentlich geht: Nicht um das traditionelle chinesische Feng-Shui, sondern darum, ein wenig das als «Baubiologie» getarnte Geomantengewerbe zu pushen, das zu einem großen Teil davon lebt, Menschen Strahlungsängste einzureden, um diese dann im Austausch gegen Bares wieder hinwegzuzaubern.»

«Feng-Shui ist keine Hexerei, sondern physikalisch messbar», ist im Standard zu lesen. Der Scienceblogger kontert: «Ja, klar, und der Papst ist Buddhist.»

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Kein Weltuntergang: LHC ist sicher!

Der «Large Hadron Collider» (LHC) wird am zehnten September in der Nähe von Genf seinen Dienst aufnehmen. In der weltweit größten Anlage dieser Art werden Teilchen in Lichtgeschwindigkeit aufeinander geschossen. Astronom Florian Freistetter erklärt in Astrodicticum Simplex , was der LHC ist und was mit ihm erforscht werden soll. Und räumt mit dem Vorurtei auf, der LHC sei die gefährlichste Maschine der Welt ist.

Professor Otto Rössler von der Universität Tübingen ist ein erklärter Gegner des LHC. Er schürt seit langem die Angst vor der Teilchenkanone und fürchtet, dass Schwarze Löcher entstehen werden und die Erde binnen 50 Jahre vernichtet werden könnte. Nun klagt er sogar beim Europäischen Gerichtshof gegen die Inbetriebnahme der «Teufelsmaschine».

Ein interessanter und lehrreicher Blogeintrag. Ebenso interessant und lehrreich sind die über 170 Kommentare, die darauf folgten. Da geht es nicht nur um Fachliches, sondern auch Weltanschauliches, den Umgang von Bloggern und Lesern und den Grund, warum Wissenschaftler keine Lust mehr auf Kommunikation mit der Gesellschaft haben.

Kein Verständnis für Kritik an Unverständlichem

Ludmila Carone ist Planetologin an der Uni Köln und regt sich auf . «Wie Scheiße ich das finde, dass irgendwelche Leute, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, mich und meine Kollegen dafür angreifen, dass wir es wagen, uns mit Dingen zu beschäftigen, die die meisten Menschen nicht verstehen?»

Ludmila kennt auch «den Grund dafür, warum viele Wissenschaftler in Europa die Kommunikation mit der Gesellschaft eingestellt haben. Weil nämlich keiner Bock hat, angepöbelt zu werden

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Elstern erkennen sich, wir uns auch - leider!

Wissenschaftler der Universität Bochum veröffentlichten in der Fachzeitschrift «PLoS Biology» einen Artikel über die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung bei Elstern. Einige der Vögel erkannten sich im Spiegel.

Nicht so Elster «Harvey», sie reagierte entsetzt auf das, was sich da im Spiegel zeigte. Im Fischblog wurde der Artikel mit Videos vorgestellt - und diskutiert. Die Schlussfolgerung, dass «Harvey» kein Ichbewusstsein habe, kommentiert «Claudia» mit einem sehr charmanten Beitrag, «So wie Harvey reagiere ich manchmal auch auf das, was mir morgens aus dem Spiegel entgegenschaut. Das ist noch kein Beweis für fehlendes Ichbewusstsein.»

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Netzsplitter

Es ist soweit - die Zukunft hat begonnen: Roboter lassen sich mit Hirnzellen steuern. Ein Video der englischen Universität Reading zeigt, wie sich mit Zellen von Rattenhirnen ein Roboter steuern lässt. Für die Prothetik mag das ein zukunftsweisender Schritt sein, ich habe beim Anschauen dieses Videos allerdings eher Angst, was uns da in Zukunft noch so alles präsentiert werden wird.


"Stress als Einstellungssache" , dieser wirklich schöne und vielversprechende Titel findet sich in den Brainlogs. Leserin «Sterne» kommentiert , «Ein bisschen Stress tut ab und an ganz gut. Das ist wie Intervalltraining beim Sport: hin und wieder ein Sprint und der Körper freut sich, bedankt sich danach mit dem entsprechenden Hormoncocktail» – da fragt man sich auf welchem Stern und als was er/sie denn wohl arbeitet.

Übrigens, auch der Mars hat jetzt seine eigene Webcam - ganz großes Kino.

 
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